Vor Kurzem wurde ich von einer Bitte der 8. Klässler überrascht. Sie wünschten sich ein Belohnungssystem für gute und fleißige Mitarbeit. Zwar bin ich eigentlich der Meinung, dass ich gutes Benehmen und Mitarbeit bei den älteren Schülern auch ohne “Belohnung” erwarten kann, aber trotzdem gab mir ihre Bitte zu denken – denn positive Bestärkung kann die Motivation der Kinder meistens steigern.

“Warum nicht?”, dachte ich mir also und überlegte mir etwas einfaches und gut umsetzbares. Schließlich sind Lob und Anerkennung äußerst wichtig für die Lehrer-Schüler-Beziehung. Außerdem darf man positives Verhalten nicht immer als selbstverständlich ansehen (gerade bei den Kleinen, die sich immer mustergültig verhalten, fällt das manchmal unter den Tisch. Ein Kind, das dauernd stört oder gegen Regeln verstößt, bekommt tendentiell mehr Aufmerksamkeit… dies ist auf jeden Fall eins meiner persönlichen “Lernfelder” ;-) ).

Da ich die Klasse im Fach Englisch unterrichte, habe ich kleine Karten mit einer Englisch-Flagge und dem Satz “Well done!” oder “Good job!” gebastelt. Am Ende der Stunde verteile ich je ein Kärtchen an diejenigen, die besonders gut und fleißig mitgemacht haben. Sammelt ein Schüler insgesamt 3 Kärtchen, darf er diese 3 für 1 mal hausaufgabenfrei einlösen.

Und auch wenn ich es nicht von den älteren Schülern erwartet hätte – ihre Augen strahlten, als heute die ersten ein Kärtchen erhielten ;-)

Belohnungssystem in den höheren Klassen

2 Gedanken zu „Belohnungssystem in den höheren Klassen

  • 24. März 2015 um 17:01
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    Interessant, aber meiner persönlichen Meinung nach für die Klassenstufe ungeeignet (wie du ja auch indirekt anmerkst).
    Die achte Klasse ist die pubertäre sicher schlimmste Klasse, zumindest normalerweise eher mit Strenge zu regeln.
    Aber wenn’s funktioniert, warum nicht? ;)

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    • 24. März 2015 um 18:47
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      Da hast du recht – absolut das “schlimmste” Alter, was das pubertäre – und manchmal unerträgliche – Verhalten angeht. Verhalten und Beachtung der Regeln wird auch absolut nur mit Strenge geregelt. Bei den Kärtchen geht es eher um die Motivation zur Mitarbeit – die ist manchmal eher gering, viele trauen sich auch nicht so richtig.

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