In BaWü hatten wir gerade Pfingstferien, in anderen Bundesländern haben die Sommerferien bereits begonnen. An unserer Schule wird es seit einigen Jahren so gehandhabt, dass die Schulleitung um die Pfingstzeit herum mit der Planung für das neue Schuljahr startet.

Zunächst werden einzelne Kollegen im Vieraugengespräch gefragt, was sie sich in Bezug auf eine Klassenleitung vorstellen. Manchmal ist das sowieso klar… zum Beispiel dass jemand seine erste Klasse in Klasse 2 weiterführt. Nach der 2. Klasse ist es nochmal fragwürdig, wie es weitergeht. Wir haben schon beide Modelle gehabt – manche Kollegen bevorzugen, immer 1 und 2 zu unterrichten, andere eher 3 und 4; manche wollen ihre Klasse vier Jahre lang durchziehen, so wie es bei mir der Fall war. Aber das zählt auf jeden Fall zu den Ausnahmen.

Die Schulleitung hängt dann eine Liste aus mit allen Klassen und Fächern, die verteilt werden müssen. Oft sind die Klassenleitungen dann schon festgelegt. Alle Lehrer können sich dann mit ihrem Kürzel bei den gewünschten Klassen und Fächern eintragen. An sich ist das gar nicht so schlecht, weil wir dann gezwungen sind, miteinander zu sprechen, ob man dieses und jenes Fach in der Klasse xy unterrichten könnte. Manchmal ist es aber auch schwierig, weil die Klassenlehrer am liebsten alles selbst unterrichten würden. Dies wird aber von unserer Schulleitung nicht gefördert – max. 15 Stunden sind in der eigenen Klasse möglich.

Wenn die Liste verschwindet, hören wir erstmal nichts mehr über die Deputatsplanung. In den Sommerferien erhalten wir dann unseren Plan, auf dem einige Wünsche erfüllt wurden, aber auch immer was dabei ist, worauf man verzichten könnte. Aber ich denke, das ist absolut legitim.

Wie läuft das an anderen Schulen? Nehmt an der Umfrage teil und kommentiert gerne zusätzlich unter dem Post :-)

Deputatsplanung - werden eure Wünsche berücksichtigt?

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Deputatswünsche – eine Umfrage

4 Gedanken zu „Deputatswünsche – eine Umfrage

  • 29. Juni 2017 um 16:36
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    Hallo Diana,
    an der Umfrage nehme ich nicht teil, weil ich für unsere Verhältnisse nicht so das Richtige finde. Wir haben hier (Bayern) Klassleiterprinzip, d. h., die Klassenleiter geben möglichst viele Stunden in ihrer eigenen Klasse. Allerdings lässt sich das nicht immer und auch nicht wunschgemäß durchführen. In 1/2 sind es 16, bzw. 17 Stunden grundlegender Unterricht, der sollte eigentlich nur von einer Lehrkraft gegeben werden. Die zusätzlichen Stunden gibt man dann selbst, Fachlehrer werden in Religion, Ethik, Werken/Gestalten eingesetzt. Natürlich kommt es darauf an, ob man Voll- oder Teilzeit hat. Wir dürfen Wünsche bzgl. unseres Einsatzes äußern (etwa täglich Unterricht ab 8.00, 1 freier Tag), die nach Möglichkeit berücksichtigt werden. Es gibt aber immer wieder Fälle, in denen Kollegen an 1 oder 2 weiteren Schulen eingesetzt sind und in den Pausen häufig fahren müssen, die viele „Hohlstunden“ zwischendurch haben (welche dann natürlich im Laufe des Schuljahres häufig zu Vertretungen herangezogen werden) und dergleichen „Zwänge“. Oft entscheiden äußere Gegebenheiten – Fachlehrer sind nur an bestimmten Tagen da oder so – und nicht die Pädagogik. Ich kann mich selten beschweren, aber manche Kollegen haben schon recht schwierige äußere Umstände. Letzten Endes entscheidet alles die Schulleitung, ein Stundenplanteam wurde wieder „abgeblasen“. Ob das für unseren gesamten Raum so gilt, kann ich dir nicht mal sagen. Tatsache ist, dass die Lehrkräfte in der Regel die Klassen 2 Jahre haben (1/2 und 3/4).
    Danke für deinen Blog, den ich mit seinen Anregungen und Gedanken sehr gerne lese! Liebe Grüße, Sissi

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  • 29. Juni 2017 um 17:23
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    Wir werden vorab im Einzelgespräch nach unseren Wünschen befragt und die Schulleitung versucht dann so viel wie machbar davon umzusetzen. Das halte ich auch für die einzig sinnvolle Herangehensweise. Die Verteilung selbst regeln zu sollen, fände ich gelinde gesagt schwierig. Es gibt ja immer diejenigen, die sehr dominant ihr Wünsche einfordern und es gibt diejenigen, die schneller beigeben…. die Gefahr dass das zu Unfrieden bzw. Ungerechtigkeiten führt, ist da durchaus gegeben. Ich finde, da macht es sich die Schullleitung etwas zu einfach.

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    • 29. Juni 2017 um 21:53
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      Da gebe ich dir recht. Ich habe aber schon mal von ganz kleinen Schulen mit sehr kleinem Kollegium gehört, an denen es so gehandhabt wird, dass in Absprache verteilt wird. Deshalb wollte ich diese Möglichkeit bei der Umfrage nicht vorenthalten.

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  • 30. Juni 2017 um 14:13
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    Wir führen die Klassen von 1-4 mit allen Fächern, manchmal müssen einzelne Stunden abgegeben werden , weil sie sonst unsere Lehrverpflichtung übersteigen würde. LG aus Wien

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