Ich kenne bewegte Adventskalender aus meinem Heimatort. Dort melden sich Familien, die bereit sind, an einem bestimmten Tag einen kleinen Weihnachtsimpuls vor ihrem Haus anzubieten. Meist gibt es dann auch noch Glühwein und es wird geredet und gesungen.

Ich finde es eine ganz hervorragende Idee, das aufs Klassenzimmer zu übertragen! Das wäre nämlich mal etwas ganz anderes und die Schülerbeteiligung wäre sehr hoch.

Das könnte so aussehen: jedes Kind zieht im Voraus – am besten bereits Anfang November – eine Nummer, die dann für das entsprechende Datum im Dezember steht (Wochenenden natürlich ausgenommen). Ich halte es für sinnvoll, zunächst erstmal gemeinsam Ideen zu sammeln, was alles im beweglichen Adventskalender möglich wäre. Dann setzt man einen Zeitraum, bis zu dem sich alle Kinder etwas für ihren Tag ausdenken sollen. Gegebenenfalls unterstützt man.

Bedenken muss man dabei, dass es Kinder geben kann, die Hemmungen haben, alleine einen Impuls durchzuführen. Am besten fragt man das vorher ab und bestimmt, wenn nötig, Paare oder eine Hilfe. Ich glaube, mit einem kurzen Elternbrief dazu wissen auch die Eltern bescheid und können ihr Kind in der Auswahl und Vorbereitung unterstützen.

Im Advent könnte das Ganze dann so aussehen: morgens treffen sich alle im Sitzkreis. Schön finde ich es, wenn dieser vom Lehrer mit einem adventlichen Ritual eingeleitet wird, z.B. eine Kerze anzünden (wenn möglich), mit der Gitarre eine weihnachtliche Melodie spielen, dazu summen oder singen oder auch leise ein Weihnachtslied auf CD abspielen lassen. Dann könnte man den in irgendeiner Form visualisierten Adventskalender “befragen”, welches Türchen aufgemacht werden darf und wer an dem Tag an der Reihe ist. Anschließend dürfte dieses Kind das machen, was es sich überlegt hat. Zum Beispiel ein Lied vorsingen, mit einem Instrument vorspielen, auf einer CD etwas vorspielen, die anderen zum Mitsingen animieren, ein Bild/Spiel/Spielzeug rund um Weihnachten zeigen, ein Gedicht aufsagen, eine Geschichte vorlesen, etwas selbst geschriebenes vorlesen, etwas gebasteltes mitbringen und nachbasteln lassen… hier sind den Kindern keine Grenzen gesetzt, außer, dass es etwas mit Weihnachten zu tun haben sollte.

Fragt sich nur noch, wie der Kalender dann visualisiert wird. Hierfür reicht wahrscheinlich eine nicht allzu komplizierte “Konstruktion”, die schön weihnachtlich aussieht und den Namen des Kindes verrät, das an der Reihe ist. Was meint ihr zu der Idee? Habt ihr Ergänzungen?


Dieser Artikel stammt ursprünglich aus dem letzten Jahr. Ich hatte in dem Jahr den bewegten Adventskalender wie oben geschildert durchgeführt und damit sehr gute Erfahrungen gemacht. In den nächsten Tagen poste ich, wie der Kalender aussah und was wir dabei erlebt hatten.

Ein bewegter Adventskalender

3 Gedanken zu „Ein bewegter Adventskalender

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