Wie bereits beschrieben, hatte ich im letzten Jahr die Klassenregeln mithilfe einer Geschichte erarbeitet. Kurz möchte ich noch über meine Erfahrungen mit der Geschichte eingehen:

Die Kinder haben die Geschichte “Ich bin für mich!” super gut angenommen. Sie fanden sie sehr lustig. Allein die Behandlung der Geschichte mit Zwischenfragen dauerte ca. 20 Minuten. Die Überleitung zu den Klassenregeln ließ sich sehr leicht durch die Frage gestalten, warum bei uns im Klassenzimmer nicht so ein Chaos herrscht wie bei den Tieren in der Geschichte.

Die Antwort kam prompt: “Weil wir eine Chefin haben! Dich!” und alle nickten zustimmend. Ich musste breit grinsen. Sind Kinder manchmal nicht herrlich?? Das war natürlich nicht das, worauf ich hinaus wollte, deshalb formulierte ich meine Frage um, und prompt sagte ein Kind: “Weil wir Regeln haben, was man machen darf und was nicht.

Und schon waren wir mittendrin. Wir sammelten, welche Regeln die Kinder für wichtig erachten und versuchten, sie in positive Formulierungen umzuformen. Alle waren sich einige, dass die wichtigsten Regeln die seien, dass wir uns gegenseitig helfen und dass wir niemanden schlagen und beleidigen. Die übrigen Regeln (siehe letzter Post) kamen dann durch einfaches Nachfragen meinerseits zustande, was denn beispielsweise während des Unterrichts noch wichtig wäre.

Die vereinbarten Regeln klebte ich auf ein Plakat und alle unterzeichneten mit ihrer Unterschrift. Bei einem Regelverstoß kann ich so immer mal wieder auf das Plakat verweisen und besprechen, welche Regel verletzt wurde.
Mittlerweile reicht sogar ein Blick auf das Regelplakat oder ein Fingerzeig in die Richtung, um ein Kind darauf aufmerksam zu machen.

Welche Konsequenzen in meiner – nun 4. Klasse – das Einhalten, aber auch das Nichteinhalten der Regeln hat, könnt ihr hier nochmal nachlesen:

Erfahrungen mit den Klassenregeln – Rückblick

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.