Mein großes Vorhaben für die Osterferien war es, nach der Analyse aller Lernkontrollen und Hefte sowie der erneuten Sichtung meiner Aufschriebe für jedes Kind meiner 2. Klasse ein Lernfeld in Mathe und ein Lernfeld in Deutsch zu definieren. Also Bereiche, in denen die Kinder noch Schwierigkeiten haben und sich verbessern können.

Auf diesen Lernfeldern sollte in den kommenden Wochen der Fokus in der individuellen Lernzeit liegen. Das heißt, jeder Schüler bekam von mir nach den Ferien seinen kleinen Förderplan, auf dem die Lernfelder stehen, sowie die Möglichkeiten, sich in der jeweiligen Kompetenz zu verbessern.

Ich stellte entsprechendes Material an einer großen Lerntheke bereit, an dem die Kinder an ca. 2 Stunden pro Woche – oder auch wenn mal Leerlauf für einzelne ist – arbeiten.

Nach einiger Zeit ist das Materialangebot bereits etwas minimiert und die Lerntheke sieht mittlerweile so aus:

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In meiner Klasse habe ich auch zahlreiche Kinder, die wirklich stark sind. Manche machen alles schon richtig gut und haben entsprechend weniger aktuelle Baustellen. Trotzdem findet sich bei jedem etwas – sei es zum Beispiel die Verbesserung des Schriftbildes. Darüber hinaus möchte ich diese leistungsstarken Kinder individuell fordern. Auf ihrem Forderplan weise ich deshalb neben ihrem Lernfeld auch eine Herausforderung aus. Dies sind zum Beispiel das laute Lesen mit Betonung oder das Rechnen über die 100 hinaus.

Ich habe mir viel Mühe gegeben, die Förder- und Forderpläne ansprechend zu gestalten. Hier könnt ihr sie euch anschauen und ggf. herunterladen: Förderplan fördern und Förderplan fordern

Die Kinder unterschreiben ihren Plan und kleben ihn anschließend vorne in ihren Schulplaner ein, den sie täglich dabei haben und in den sie ihre Hausaufgaben eintragen. Sie sollen ihn dann ihren Eltern zeigen und von ihnen gegenzeichnen lassen. Ich denke, es ist auch für die Eltern eine gute und hilfreiche Rückmeldung darüber, in welchem Bereich ihr Kind noch Förderbedarf hat und wie sie ihr Kind mit regelmäßiger Übung unterstützen können.

Ich habe passend dazu einen Elternbrief raugegeben, in dem ich die Eltern noch einmal explizit auffordere, ihre Kinder mehr zu unterstützen und zum Lernen und Arbeiten zu motivieren. Mir ist das besonders negativ aufgefallen, als ich auf Klassenfahrt und anschließend krank war. Da gab es Kinder in meiner Klasse, die während  meiner gesamten Abwesenheit nicht einmal selbständig etwas geübt hatten, obwohl es kaum Hausaufgaben gegeben hatte. Stattdessen – und das war die Höhe – beschwerten sich Eltern, warum es so wenig Hausaufgaben gab. Dies sah ich als geeigneten Zeitpunkt, an die Eltern zu appellieren, die Übungsmaterialien, über die ihre Kinder bereits verfügen, selbständig zu nutzen und ihre Kinder zu motivieren.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir Rückmeldung zum Förder- und Forderplan geben könntet. Und wie gestaltet ihr die individuelle Förderung?

Förderpläne und Forderpläne

2 Gedanken zu „Förderpläne und Forderpläne

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