Es wird langsam Herbst, morgens ist es noch dunkel, wenn wir aufstehen und der Nebel liegt über den Feldern. Was liegt da näher, als ein passendes Herbstgedicht im Deutschunterricht zu behandeln?

Eduard Mörike’s Septembermorgen:

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

Ich präsentiere den Kindern (Klasse 3) das Gedicht mit Lücken: der Titel ist verdeckt, sowie die Wörter “Welt, Wiesen und Himmel”. Wir lesen den verbliebenen Text gemeinsam und sammeln erste Eindrücke. Im Gespräch erarbeiten wir erste Ideen, worum es hier geht, und sammeln Vermutungen für die fehlenden Wörter. Wenn nötig gebe ich den Tipp, auf die Reimwörter zu achten. Mögliche Wörter werden an der Tafel gesammelt, kurz grammatikalisch betrachtet (Nomen) und das Wortfeld benannt. Anschließend werden die Wörter im Gedicht aufgedeckt und das Gedicht noch einmal vollständig gelesen. Was vermittelt das Gedicht? Welche Stimmung? Was beschreibt der Autor? …

Die Kinder vermuten, wie der Titel des Gedichts lauten könnte.

Anschließend dürfen die Kinder mehrere Stationen -wahlweise auch in Partnerarbeit- zum Gedicht bearbeiten:

  • das Gedicht in Schönschrift auf ein Schmuckblatt abschreiben;
  • das Gedicht auswendig lernen;
  • ein passendes Bild zum Gedicht malen;
  • das Wortfeld “Natur/Herbst” erweitern.

Am Ende an die Arbeitsphase schließt sich eine Präsentationsphase an, zb in Form eines Museumsgangs oder eines Wandfries zum Thema Herbst oder auch durch Vorlesen und Präsentieren.

Herbstgedicht: Septembermorgen

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