Jedes Jahr wagen wir Englisch-Lehrer es aufs Neue: wir fliegen mit den 9. Klässlern nach London – in die Stadt der Fish and Chips, der Royals und der Kronjuwelen. Natürlich ist uns dabei ein Hauptanliegen, dass die Kinder soviel wie möglich mit der englischen Sprache in Berührung kommen und sie auch selbst verwenden. Daher bringen wir sie in Gruppen in Gastfamilien unter.

Ich komme gerade von dieser London-Fahrt und muss zugeben: es war stressig und sehr anstrengend, aber es war auch richtig toll. Wir hatten wunderbares Wetter und haben uns – in den wenigen ruhigen Momenten – auch mal kurz wie im Urlaub fühlen dürfen (vor allem, wenn die Kids Freizeit hatten und wir Lehrer uns einen Kaffee in der Sonne gönnten ;-) ).

Organisiert wird das Ganze in Kooperation mit einem hier ortsansässigen Reisebüro, das wiederum mit einem Reisebüro in London zusammenarbeitet, das wiederum mit einer Organisation zusammenarbeitet, die Kontakt zu festen Gastfamilien haben. Das heißt, wir als Schule melden dem Reisebüro, dass wir zu dem und dem Zeitpunkt mit sovielen Schülern eine Reise machen möchten. Dann bekommen wir zunächst die Anfrage, ob die Kinder nur untergebracht werden sollen oder auch eine Verpflegung wünschen. Wir buchen immer Halbpension, weil sich das bewährt hat. So kommen die Kinder abends in die Gastfamilien und bekommen dort ein warmes Abendessen. So gibt es noch die Gelegenheit, mit der Familie ins Gespräch zu kommen. Außerdem gibt es keine Gefahr, dass sie noch ausgehen, rauchen oder sich Alkohol besorgen. Morgens bekommen sie Frühstück, bevor die Gastfamilien sie zum vereinbarten Treffpunkt mit uns bringen. Tagsüber können sich die Schüler von ihrem Taschengeld eine Kleinigkeit zu essen kaufen.

Das Reisebüro organisiert für uns außerdem die Flüge, sowie einige Programmpunkte vor Ort, die man vorreservieren kann. In der Regel besuchen wir u.a. ein Musical, besichtigen den Tower of London und gehen zu Madame Tussaud’s. All diese Tickets werden uns schon vor der Reise zugestellt. Das restliche Programm wird von uns Lehrern zusammengestellt und beinhaltet natürlich die üblichen Sehenswürdigkeiten wie Buckingham Palace, Westminster Abbey, Big Ben, London Eye, Tower Bridge, Hyde Park, Covent Garden, Trafalgar Square, Picadilly Circus, etc. pp. Was wir Lehrer dann noch organisieren müssen ist die Fahrt zum deutschen Flughafen, der Transfer vom englischen Flughafen in die Stadt, sowie der Ablauf der einzelnen Tage.

Ein echtes Highlight war dieses Jahr der Besuch des Camden Lock Markets. Hier hatten die Kinder über 2 Stunden Zeit, sich umzusehen, Souvenirs zu kaufen und sich im Verhandeln auf Englisch auszuprobieren. (Natürlich werden solche Situationen zuvor im Unterricht vorbereitet.)

Generell galt die Regel für Freizeit, dass die Kinder – mit Einverständnis der Eltern – nur in Gruppen von minimal 3 Personen unterwegs sein durften. Damit sie hierfür gut vorbereitet waren, war es absolutes Pflichtprogramm, erst einmal die U-Bahn kennenzulernen und sich im U-Bahn-System orientieren zu lernen. Zum Glück hat das alles gut geklappt, obwohl die Großstadt für unsere “Landeier” erstmal gewöhnungsbedürftig war ;-)

Am Ende der Woche waren alle erschöpft und freuten sich auf zu Hause: “Zu Hause ist es doch am schönsten!”, hörte ich oftmals. Und doch war hier und da auch ein “Ach, also, wir hätten auch noch ein paar Tage bleiben können, es war so toll.” zu hören. “Naja,”, dachte ich mir dann, “also ich bin auch ganz froh, wenn ich mal wieder meine Ruhe habe.” ;-)

(Hier darf ich ja mal ehrlich sein.)

Klassenfahrt nach London
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