Das Spiel hat keinen Namen, ist aber, denke ich, weit verbreitet. Für meine Zwecke ändere ich es immer ein bisschen ab. Was immer gleich bleibt:

Jedes Kind setzt sich vorne auf seinen Tisch. Der Reihe nach müssen die Kinder Aufgaben lösen. Wer die Aufgabe nicht lösen kann oder falsch löst, muss sich zurück auf seinen Platz setzen. Weiter geht es immer mit denen, die noch oben sitzen, bis am Ende nur noch einer übrig ist :-)

Zum ersten Mal gespielt habe ich es in Kl. 1 bei den geraden und ungeraden Zahlen: alle ungeraden Zahlen werden genannt (von jedem Schüler eine), die geraden werden durch “Blubb” ersetzt – oder umgekehrt.

Man kann damit natürlich auch die Reihen des 1×1 üben oder einfach Aufgaben stellen, die die Kinder dann beantworten müssen. Da ich auch Schnelligkeit beim Kopfrechnen trainieren will – gerade bei den 1×1-Reihen, haben die Schüler bei mir nur 3 oder 5 Sekunden Zeit für die richtige Antwort. Die Zeit zähle ich dann einfach mit den Fingern runter.

Wenn wir am Ende des 2. Schuljahres zur Division kommen, kommt dann die eigentlich klassische Variante des Spiels zum Einsatz. Von 1 an wird durchgezählt und dabei eine gewisse Regel eingehalten, die vorher bestimmt wird. Zum Beispiel:

  • Alle Zahlen, die durch 2 (oder 3 oder …) teilbar sind, werden durch “Blubb” ersetzt.
  • Schwieriger: alle Zahlen, die durch 2 teilbar sind, werden durch “Blubb” ersetzt, und alle, die durch 5 teilbar sind, durch “Blubb blubb”.

Hier kann natürlich beliebig variiert werden.

 

Kopfrechenspiel 2: Enten versenken
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3 Gedanken zu „Kopfrechenspiel 2: Enten versenken

  • 18. April 2015 um 18:47
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    Hallo,
    das Spiel kenne ich auch. Was mich an diesem (und vielen andern Kopfrechenspielen) stört, ist, dass die starken Schüler viel rechnen und die, die es eigentlich nötig haben gleich wieder am Platz sitzen und nicht mehr mitdenken müssen. Ich hatte überlegt, es anders herum zu spielen (wer richtig rechnet setzt sich hin), aber damit stigmatisiert man ja auch die schwachen Schüler, da sie ganz lange “wie auf dem Präsentierteller” sitzen und sich evtl. dann auch selbst unter Druck setzen.

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    • 18. April 2015 um 20:01
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      Ja, da hast du recht, Sara. Ich möchte allerdings auch nicht die schwächeren Rechner “vorführen” und unter Druck setzen. Um diesen Punkt, den du ansprichst, auszugleichen, lasse ich die Kinder auch regelmäßig in 2er oder 3er-Gruppen Kopfrechenspiele machen. Da ist jeder Einzelne gefordert und kann sich – je nach Übung – nur schwer rausnehmen. Ein Beispiel ist: die Kinder würfeln mit 2 (oder schwerer: 4) Würfeln und addieren die Zahlen. Jeder schreibt seine Zahlen auf und addiert im nächsten Durchgang erneut. Wer zuerst bei 100 angekommen ist, gewinnt. Genauso können sie auch von 100 runterrechnen, um Substraktion zu üben.

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  • 20. April 2015 um 13:42
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    In Kleingruppen! Stimmt, das ist eine gute Idee. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Danke für den Tipp!

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