Ich erinner mich noch gut, dass ich am Gymnasium so gut wie keine Berufsorientierung hatte. Da ist das heute an unserer WRS doch ganz anders – zum Glück! Doch bei mir war es so: es war immer klar, dass ich studieren würde, die Frage war nur was: Jura, Medizin, BWL oder Lehramt?

Vielleicht war ich auch naiv, schließlich standen hunderte Studiengänge zur Wahl, aber zwischen diesen 4 Stühlen saß ich damals. Und meine Eltern hatten immer gesagt: “Du wärst eine tolle Lehrerin! Werd doch Lehrerin!” Zunächst wollte ich es gerade deswegen überhaupt nicht. Warum sollte ich einen Beruf ergreifen, den meine Eltern mir vordichteten? Und was soll ich sagen – ich tat es doch! Ich wollte mit Kindern arbeiten und diese Option übte dann doch den größten Reiz auf mich aus. Nun, nach einigen Jahren, gibt es immer wieder Tage, an denen ich sehr gerne in die Schule gehe, und andere, an denen ich froh bin, wenn der Unterricht endlich vorbei ist ;-) Eine totale Achterbahnfahrt! Immer wieder! Wie war/ist es bei euch?

Nehmt doch mal an meiner neuen Umfrage teil! Ich bin gespannt auf eure Antworten. Gerne könnt ihr natürlich auch zum Thema kommentieren!

Das Lehrerdasein ist für mich...

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Ich wollte schon immer Lehrerin werden… oder doch nicht?

5 Gedanken zu „Ich wollte schon immer Lehrerin werden… oder doch nicht?

  • 29. April 2016 um 20:54
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    Ich wollte schon immer Lehrerin werden. Nun bin ich schon 30 Jahre im Dienst und gehe immer noch sehr gern zur Schule.
    Die ständigen Veränderungen und die wachsenden Anforderungen haben mir manchmal die Kraft genommen. Nun seit diesem Schuljahr gehe ich Teilzeit arbeiten . Ich schaffe alles wieder, bin nicht mehr so abgespannt und mein Job ist wieder meine Berufung.

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    • 30. April 2016 um 18:14
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      Liebe Katrin, nach so vielen Dienstjahren kann ich es nur bewundern, wenn man den Beruf immer noch als Berufung ansieht! Hut ab! Danke fürs Teilen. Behalte dir diese Freude. Liebe Grüße

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  • 29. April 2016 um 21:22
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    Ich hatte gerade mein 25-jähriges Dienstjubeläum und bin immer noch voller Begeisterung Grundschullehrerin. Dabei war mein Studium damals eher eine Trotzreaktion, denn meinen Eltern erschien das Studium an der PH als nicht so vollwertig wie Medizin und Architektur. Beides hätte mich damals auch gereizt.
    Klar, gibt es Tage, an denen ich nur erschöpft und genervt bin, an denen ich da Gefühle habe, an meinen Kindern ist doch “Hopfen und Malz” verloren und ich drehe mich ständig im Kreise…., aber grundsätzlich überwiegen die schönen Teile. Die Begeisterungsfähigkeit der Kinder, die Freude, mit der sie sich auf neue Themen einlassen (ganz besonders im sachunterrichtlichen Bereich), das engagierte Kollegium, das immer unterstützt, wenn man Hilfe braucht, die Schulleitung, die fordert und auch fördert und bei Bedarf eindeutig hinter einem steht, die engagierten Eltern und die bereichernden Gespräche mit ihnen, das Gefühl gemeinsam an einem Strang zu ziehen (oja, es gibt auch die anderen, bei denen Gespräche nur noch im Team geführt werden, denen man manchmal am liebsten das Kind entziehen würde oder die einen plötzlich und für einen selbst ganz unbegreiflich mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde konfrontieren….). Natürlich gibt es auch Tage und Wochen, die einen zweifeln lassen, wenn der Teampartner aufgrund von Krankheit plötzlich ausfällt, wenn die Zusatztermine einfach zu viel werden, wenn Unmengen an Zeugnistexten geschrieben werden müssen und ssich die zu bearbeitenden Stapel immer höher türmen … Manch negative Erfahrung, mancher Rückschlag im Beruf hat mich gelehrt, auch das Privatleben und Freizeitaktivitäten wieder mehr ins Zentrum zu rücken. Aber doch gibt es immer wieder viele positive Erlebnisse, strahlende Kinderaugen und Langweile kommt doch eigentlich nie vor. Man bleibt in diesem Beruf nie stehen, entwickelt sich immer weiter und gewinnt doch irgendwann eine positive Routine, eine gewisse Sicherheit, kann sich wieder in neue Themen hineinknieen und mit den Kindern vieles entdecken. Zugleich freue ich mich ungemein über diesen Blog und so manch anderen, freue mich über die Ideen, den Austausch, staune immer wieder über die Ideen und die Kreativität anderer und denke immer Kurz, noch immer (oder zur Zeit gerade wieder :-) ) steht für mich fest, für mich ist der Lehrerberuf der schönste auf dieser Welt, was sicherlich auch an meinem tollen Kollegium und der Schulleitung liegt!

    Danke all Euch so engagierten Bloggern und Bloggerinnen! Eure Arbeit ist eine wirklich große Bereicherung für alle Lehrer und Lehrerinnen!
    Liebe Grüße#Katrin

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    • 30. April 2016 um 18:13
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      Liebe Katrin, vielen Dank für dein Plädoyer für unseren Beruf :) Du hast es wirklich sehr treffend formuliert. Es freut mich sehr, dass du so begeistert deinen Beruf ausübst – solche Lehrer brauchen die Kinder!! Schön, dass du gerne auf diversen Blogs liest. Behalte dir deine Freude!! Liebe Grüße

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  • 1. Mai 2016 um 8:28
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    Ich bin nun auch schon 21 Jahre lang Lehrerin. Sobald ich in meinem Saal und in meiner Klasse bin, dann ist es die absolute Berufung.
    Aber ich kann über manche Entwicklungen nur den Kopf schütteln. Was soll man den Kindern denn noch alles in ihren ersten beiden Schuljahren schon beibringen? Ist Lesen, Schreiben und Rechnen nicht schon genug? Nein, da muss immer und immer noch so viel dazu gepackt werden.

    Aber wenn ich dann die Tür hinter mir wieder schließe und mit meiner Klasse alleine bin, dann weiß ich wieder, warum ich hier bin und ihnen alles beibringe und natürlich dann auch mehr als nur Lesen, Schreiben und Rechnen.

    Was ich aber auch sehr gut kann ist “abschalten”. Der Nachmittag ist meiner, der Feierabend beginnt früh, weil auch die Schule früh beginnt und danach gehören mein Kopf und mein Herz mir und nicht mehr, wie in den ersten Jahren, immer noch der Arbeit.

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