Lesen ist mir sehr wichtig – ich lese selbst sehr gerne und viel – und ich möchte es auch so gut es geht bei den Kindern fördern. Dazu habe ich allerlei Maßnahmen ergriffen, die ich heute gerne schildern möchte. Vielleicht habt ihr auch noch weitere gute Ideen?

Für zu Hause habe ich den Eltern empfohlen, regelmäßige Lesezeiten festzulegen, den Kindern vorzulesen (eher noch zu Beginn der 1. Klasse) und sich später von den Kindern laut vorlesen zu lassen. Soweit ich weiß, machen das die meisten auch ganz gewissenhaft und gerne. Wichtig ist dabei auch, dass die Kinder Bücher haben, die sie interessieren. Einer Mutter hat meine Empfehlung sehr geholfen, Erstlesebücher mit Silbenfärbung zu kaufen, als uns in der 1. Klasse auffiel, dass ihre Tochter Schwierigkeiten beim Lesen lernen hatte. Sie sagte, diese Bücher haben ihr zu Hause sehr geholfen (und sie waren wohl schwerer zu finden als ich dachte ;-) ).

In der Schule habe ich verschiedene Maßnahmen der Leseförderung – wichtig ist mir hierbei, dass sie verlässlich sind. Das heißt, dass ich sie nicht spontan und nur sehr sporadisch durchführe, sonder wirklich regelmäßig und so oft wie möglich:

  • Jedes Kind hat ein “Bankbuch”, also ein eigenes Buch unter der Bank, in dem es morgens liest, bevor ich komme oder tagsüber, wenn mal Zeit ist.
  • Es gibt nach der großen Pause eine 10-minütige Lesezeit, in der ich der Klasse vorlese. Dazu dürfen die Kinder eigene Bücher mitbringen. Gerade sind wir am “Guinnes World Records” und ich suche für die Kinder spannende Kurzartikel raus – sie lachen sich über die verrücktesten Rekorde schlapp. Oft lasen wir aber auch schon über Wochen die selbe Geschichte.
  • Lesezeit im Klassenzimmer: alle zwei Tage haben die Kinder eine Viertelstunde, um im Klassenzimmer zu lesen – im Bankbuch oder in einem Buch aus der Leseecke. Sie dürfen dabei auch im Flüsterton gemeinsam ein Buch anschauen und drüber sprechen.
  • Büchereistunde: einmal pro Woche verbringen wir eine Stunde in unserer Schulbücherei, hier dürfen die Kinder sich auch was ausleihen.

 

Leseförderung: verlässliche Zeiten

5 Gedanken zu „Leseförderung: verlässliche Zeiten

  • 21. Mai 2015 um 13:23
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    Bei mir gibt es ähnliche Lesezeiten und habe damit gute Erfahrungen gemacht! Bei uns ist am Morgen (außer am Montag, da ist Morgenkreis!) immer “stille Lesezeit”! Dann dürfen die Kinder sich irgendwo in unserem Klassenraum verkrümeln und zu 2 lesen. Die Kinder genießen das total und lieben es z.B. unterm Tisch zu liegen oder unterm Pult bei mir! Außerdem leihen wir regelmäßig Bücherkisten aus, haben aber auch eine Klassenbücherei! Natürlich ist auch Antolin immer noch (in meiner jetzigen 4.) ein großes Thema bei dem einige richtig Ehrgeiz entwickeln! Das Bankbuch gibts bei mir auch, heißt aber Tischbuch! ;-) Wir lesen auch z.Zt. gemeinsam eine Lektüre, die ich reihum vorlesen lasse! Das kommt auch sehr gut an, weil es ein spannender Krimi ist!
    Liebe Grüße
    Frau Urbi

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    • 21. Mai 2015 um 14:21
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      Liebe Frau Urbi,
      machst du dann erst nach der stillen Lesezeit die Begrüßung?
      Und welche Lektüre lest ihr gerade?
      Liebe Grüße

      Antworten
  • 21. Mai 2015 um 17:13
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    Ja, genau! Die Stille Lesezeit habe ich als Ritual zum Unterrichtsbeginn! Da wir auch eine gleitenden Anfangsphase haben, fangen manche Kinder schon früher an zu lesen! Wenn ich dann meinen Klangfrosch quaken lasse, ist das das Signal auch für alle anderen mit dem Lesen zu beginnen! In Klasse 1 oder 2 haben ich mir dann morgens auch mal Kinder zu mir geholt, die mir dann vorlesen durften! So konnte ich dann gleichzeitig “Leseförderung” betreiben! ;-) Mit dem Klangfrosch beende ich dann die Lesezeit und dann begrüßen wir uns! Die Lektüre passt zu unserem Sachunterrichtsthema “Mittelalter” und heißt “Der Mönch ohne Gesicht” von Fabian Lenk! Finden die Kinder so spannend, dass keiner sich sträubt vor der Klasse vorzulesen, weil alle wissen wollen, wie es weitergeht! :-)
    Liebe Grüße

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  • 22. Mai 2015 um 16:39
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    Liebe Diana,
    ich habe in meiner Klasse eine sogenannte “Lesezeit” als Wochenstunde eingerichtet. In dieser Stunde können die Kinder aus dem Leseregal Freiarbeitsmaterialien wählen, die ich aus verschiedenen Angeboten verschiedener Blocks, aus Verlagsmaterialien und eigenen Sachen zusammengestellt habe. Da meine Klasse sehr heterogen ist, sind die Lesematerialien im Regal sortiert: Angebote auf Silben- bzw. Wortebene, Angebote auf Satzebene und Angebote auf Textebene auf jeweils einem Brett. Für viele Materialien habe ich Laufzettel zum Abhaken erstellt, die in ein kleines Lesezeitheft eingeklebt werden. So können die Schüler dokumentieren, wann sie was bearbeitet haben. Diese Lesestunde lieben selbst die Schüler, denen das Lesen noch sehr schwer fällt.
    Viele Grüße von Anita

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    • 23. Mai 2015 um 22:13
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      Hallo Anita, wow, das klingt nach viel Vorbereitungsarbeit ;) Respekt! Find ich toll, dass du das so differenziert anbietest! Diesbezüglich habe ich noch einiges nachzuholen.

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