Mich hat wieder eine Leserfrage erreicht, die ich gerne an euch weitergeben möchte:

Hallo, ich bin in Baden-Württemberg verbeamtet und habe ursprünglich ein Jahr Elternzeit beantragt. Auch das Elterngeld habe ich für das eine Jahr voll beantragt. Nun glaube ich, dass ich doch auf 1,5 Jahre verlängern möchte. Eine Kollegin hatte mir mal im Vorbeigehen gesagt, dass sie das damals auch gemacht hatte, dann aber nach den ersten 5 Elterngeldmonaten auf Elterngeld-Plus gewechselt ist, um dann die restlichen 10 Monate eben Geld zu bekommen. Hat das jemand von euch gemacht und kann mir sagen, warum das besser ist? (Also außer, dass man dann im letzten halben Jahr Geld bekommt)
Und an alle, die länger Elternzeit genommen haben: bekommt man nach dem ersten Jahr, wenn dann zb das Elterngeld fertig ist, trotzdem weiterhin Beihilfe (bzw sowas wie Krankenfürsorge, wie es während der EZ heißt) gewährt (also für die vollen 3 Jahre Elternzeit maximal)? Oder muss man nach dem ersten Jahr den Beihilfeanteil selbst zahlen? (Das wäre krass…)
Danke schon mal!!

Leserfrage: Beihilfe in der Elternzeit

10 Gedanken zu „Leserfrage: Beihilfe in der Elternzeit

  • 2. November 2017 um 10:14
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    Hey.
    Mein Wissensstand ist jetzt etwa 3-4 Jahre alt, aber damals war es so, dass es nur die Möglichkeit gab, 1 Jahr oder 2 Jahre oder 3 Jahre zu beantragen. Wenn du also nach 1,5 Jahren wieder arbeiten gehen möchtest, dann arbeitest du ein halbes Jahr (Teilzeit) in Elternzeit.
    Wenn du nun nur ein Jahr beantragt hast, dann verfällt dir das 2. Jahr und du kannst maximal dein 3. Jahr (welches ja geschoben werden kann, bis das Kind 8 Jahre ist) beantragen. Muss dann aber genehmigt werden, dürfte aber hoffentlich kein Problem sein (trotz Lehrermangel).
    Der Beihilfeanspruch bleibt in der Elternzeit bestehen. Mit Elterngeld Plus kenne ich mich gar nicht aus… allerdings gebe ich zu bedenken, wenn du das Elterngeld dann doch streckst (meines Wissens nach dann nur auf 2 Jahre möglich – zumindest damals, ggfs. mit Elterngeld plus anders) und dann wieder arbeiten gehst nach 1,5 Jahren, dann wird der Verdienst aufs Elterngeld angerechnet und du bekommst u.U. nichts mehr sobald du arbeiten gehst.
    Will heißen, dass es sich nur lohnt, das Elterngeld zu strecken, wenn man in dem Zeitraum sicher nicht arbeiten geht. Ansonsten auf 1 Jahr volles EG auszahlen lassen, dann hat man keine Abzüge.
    Hoffe das war nicht zu wirr… Ansonsten auf Nummer sicher gehen und beim LBV/Schulamt anrufen zwecks Elterngeld bzw. Genehmigung der Verlängerung der Elternzeit…

    Grüße Tanja

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    • 2. November 2017 um 13:41
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      Hallo Tanja,
      das verstehe ich nicht ganz, was du damit meinst: “Wenn du nun nur ein Jahr beantragt hast, dann verfällt dir das 2. Jahr und du kannst maximal dein 3. Jahr beantragen” ?
      Ich habe bei allen drei Kindern immer zuerst nur ein Jahr beantragt und dann jeweils ein paar Monate vor dem Ablauf der Elternzeit um ein Jahr verlängert!
      Für meine zwei Großen habe ich so insgesant jeweils 3 Jahre EZ genommen und für unseren Kleinen 1 Jahr.
      Lg Sabine

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      • 2. November 2017 um 15:56
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        Das habe ich auch nicht so ganz verstanden. Mir hat sogar das Schulamt gesagt, ich soll, wenn ich mir unsicher bin, erstmal ein Jahr beantragen und dann ggf. verlängern. Verlängern könnte man wohl immer, hieß es.

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      • 2. November 2017 um 17:40
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        Komisch. Es war bei allen befreundeten Lehrern so.
        Bei mir hieß es, dass ich zwei Jahre beantragen soll und dann entscheiden kann, ob ich beide Jahre ausnutze oder ob ich wieder anfange zu arbeiten. Ich kann nur das dritte Jahr aufsparen. Wenn ich also nur ein Jahr beantrage, dann verfällt mir ein Jahr…
        Das war bei mir (2013) so die Aussage vom Schulamt und eine Freundin hatte nur ein Jahr beantragt und konnte dann das 2. nicht dranhängen, sondern maximal das 3. aufgesparte Jahr gleich nehmen und anhängen. So oder so, insgesamt nur 2 Jahre statt 3…

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        • 2. November 2017 um 21:19
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          Das ist wirklich komisch. Bei mir war das total locker! Meine drei Kinder kamen ja innerhalb drei Jahren auf die Welt. Ich habe dann als mein Jüngster schon geboren war noch das 3. Jahr von meinem Ältesten und dann anschließend noch das 2. und 3. Jahr von meiner Mittleren nehmen können…
          Hatte da eine ganz nette Ansprechpartnerin beim Schulamt, der habe ich immer angerufen oder geschrieben und dann hat sie das für mich geregelt.
          Würde ich der Fragenstellerin auf jeden Fall auch empfehlen! Direkt dort anrufen und nachfragen. Vielleicht ändert sich das alles immer mal wieder (evtl sogar im Zuge des derzeitigen Lehrermangels…) LG

          Antworten
          • 3. November 2017 um 10:45
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            Vielleicht ist auch genau das ausschlaggebend! Das die Kids innerhalb der Elternzeit der anderen Kids kamen… das hatte ich ja nicht so 😉

  • 2. November 2017 um 10:15
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    Guten Morgen,
    meine Elternzeit liegt zwar schon etwas zurück (2008-2015) und ich kann mich nicht mehr wirklich daran erinnern, wie das mit dem Elterngeld war :-(
    Was ich aber auf jeden Fall weiß: du bist die ganze Zeit über beihilfeberechtigt!
    Ich war ja recht lange in Elternzeit (habe in der Zeit drei Kinder bekommen) und musste in der
    Zeit nie irgendwelche Kosten, die in der Regel die Beihilfe übernimmt, selbst bezahlen :-)

    LG Sabine

    Antworten
    • 2. November 2017 um 10:20
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      Ach ja, für den Fall, dass das von Bundesland zu Bundesland anders ist (was ich mir aber nicht vorstellen kann): ich bin auch aus BW :-)
      LG

      Antworten
  • 3. November 2017 um 8:13
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    Hallo,
    ich denke, dass alle Kolleginnen, die sich mit ElterngeldPlus nicht explizit auskennen, hier auch nicht für Verwirrung sorgen.
    Mein Rat: Verlass dich nicht unbedingt auf das Schulamt – die raten einem das, was ihren besser in den Kram passt.
    Besser ist es, wenn du dich über einen Verband (zB GEW oder VBE) bzw. über ein Personalratsmitglied informierst. Die sind auf deiner Seite und haben auch Ansprechpartner zu dem Thema.
    Beihilfe bleibt!
    LG

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  • 4. November 2017 um 19:20
    Permalink

    Oje, hier sind ja ganz viele Aussagen, die falsch sind…

    – Vor einigen Jahren war es so, dass man nur das 3. Jahr Elternzeit mitnehmen kann. Das ist nun anders, man kann das 2. und 3. Jahr innerhalb von 8 Jahren nach Geburt nehmen. Es ist also möglich, 2 Jahre “aufzuheben” und später zu nehmen.

    – Man muss die Jahre nicht “ganz” nehmen, es lassen sich auch Monate davon nehmen bzw. aufsparen für später. Ob in deinem Bundesland als Lehrer nur vollständige Jahre genommen werden dürfen, weiß ich nicht – ich kann es mir aber beim besten Willen nicht vorstellen.

    – Man kann grundsätzlich für 1 Jahr Elternzeit beantragen und dann DOCH noch verlängern. Dies muss spätestens 7 Wochen vor Ablauf der Elternzeit geschehen und der Arbeitgeber muss zustimmen, wenn nicht zwingende betriebliche Gründe dagegen sprechen. Ist normal nicht der Fall.

    – Warum solltest du nicht beihilfeberechtigt sein, nur weil du in Elternzeit bist?

    – Wenn man sich das Elterngeld auf einen längeren Zeitraum als die 12 Monate splitten lässt (Elterngeld plus), darf man sich sehr wohl im 2. Jahr etwas dazuverdienen.

    – Schulamt und auch Regierung sind hier oft die falschen Ansprechpartner, weil die zuständigen Personen nicht unbedingt fit sind in derThematik.

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