Der letzte Schulabschnitt beginnt bald und somit kommen so langsam die Fragen auf, wer nächstes Schuljahr welche Klassen unterrichten wird…

Ich mag diese Zeit nicht besonders. Einerseits, weil man sowieso das Gefühl hat, man hat nichts in der Hand. Andererseits, weil Kollegen ihre Wünsche äußern – was ja definitiv legitim ist – und diese oft im genauen Kontrast zu den eigenen Wünschen stehen. Gesetz den Fall, man weiß selbst, was man will.

Letztes Jahr war das einfacher. Ich hatte gerade die erste Klasse abgeschlossen und wusste somit sicher, dass ich die selbe Klasse auch noch in der 2. weiterführen würde. Dieses Jahr ist das anders. Manche Lehrer geben nach der 2. Klasse ab, andere führen sie weiter. Diesbezüglich gibt es keine zwingende Regelung. Allerdings ist das auch abhängig davon, wer die Schule verlässt, wer neu ins Kollegium kommt und welche anderen Rahmenumstände noch eine Rolle spielen.

Zuerst dachte ich, ich geb meine Zweitklässler ab und mache nochmal eine erste. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht und hat den Vorteil, dass ich’s schon mal gemacht habe und jetzt gewisse Dinge anders machen kann als damals und mich und meinen Unterricht auch gezielt weiterentwickeln kann. Mittlerweile bin ich jedoch an dem Punkt, dass ich sag, ich möchte meine Zweitklässler gerne weiterführen. Immerhin hab ich sie bis hierhin gut “gezogen”, alles läuft wie am Schnürchen, ich hab eine nette und unterstützende Elternschaft und die Kids und ich sind ein gutes Team.

Ich bin gespannt, ob das klappt. Ziemlich sicher würde ich in dem Fall Mathe abgeben, da es zum Einen nicht mein studiertes Fach ist und ich es mir auch nicht soo gut zutraue (bzw. einem Fachlehrer besser!) und da zum Anderen ein weiterer Kollege mit einem Hauptfach nochmal andere Inputs in die Klasse bringen kann, was das Verhalten und Rituale angeht.

Vor allem aber wünschte ich mir das Klassenlehrerprinzip – welches wir an unserer Schule nicht zu 100% durchziehen. Es wird zwar Wert drauf gelegt, dass der Klassenlehrer etwas mehr als die Hälfte der Stunden in seiner Klasse ist, aber jeder muss auch zwingend noch Fächer in den höheren Klassen übernehmen. Dadurch kommen dann auch andere Grundschullehrer mit sehr wenigen Fachstunden in fremde Grundschulklassen.

Mich würde brennend interessieren, wie das Ganze bei euch an den Schulen abläuft. Habt ihr Einfluss auf die Deputatsplanung? Dürft ihr Wünsche abgeben, welche Klassen und Fächer ihr gerne unterrichten würdet? Und wenn ja, werden diese Wünsche auch berücksichtigt?

Neues Schuljahr, neues Glück?

3 Gedanken zu „Neues Schuljahr, neues Glück?

  • 31. Mai 2015 um 9:21
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    Hallo,
    bei uns wird das mit sog. “Wunsch- Zetteln” vorab abgefragt, wer sich was vorstellen könnte, welchen Fachunterricht man gerne übernehmen möchte, welche Team- Tage man sich wünscht, wann man Nachmittagsunterricht bevorzugt halten möchte, welche Kurse man im Rahmen der Ganztagsschule anbieten möchte usw…
    Vieles davon wird, wenn irgendwie möglich, vom Stundenplanteam und der Schulleitung berücksichtigt. Zudem hängt auch vorab immer eine Grobplanung aus, zu der man sich äußern darf. Auch wenn die Pläne soweit fertig sind, darf jeder nochmal nach Rücksprache mit den Fachlehrern einzelne Stunden nochmal schieben an einen passenderen Punkt. Das Team hat nicht das Selbstverständnis, dass ihr Plan bereits perfekt ist. Unsere Schulleitung ist da einfach auch flexibel -und das erhöht die Motivation bei jedem. Das Motto “Solange die Kinder keinen Nachteil aus einer Stundenplanverschiebung haben” gilt bei allen Änderungen. Erst dann wird der Stundenplan und die Deputatsverteilung fertig gestellt. Ich finde dieses Prinzip super.

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    • 31. Mai 2015 um 13:49
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      Hi Andrea, das hört sich sehr fair an!! Super, da habt ihr echt Glück

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  • 31. Mai 2015 um 9:25
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    Ja, das neue Schuljahr geistert auch schon durch meine Gedanken! Ich werde ja nachdem ich meine 4. abgebe bzw. in die weite Welt entlasse, eine neue 1. Klasse bekommen! Bei uns ist die Zuteilung der Klassen bzw. der Lehrerstunden recht schnell geregelt, da wir ja nur zu 4 im Kollegium sind. Das ist der Vorteil einer Zwergschule und einem kleinen Team! Da ist die Chance mit seinen Wünschen gehört zu werden wohl etwas größer. Gleichzeitig gibt’s nicht so viele möglichen Varianten. Bei uns herrscht das Klassenlehrerprinzip, wobei wir uns darauf geeinigt haben, dass wir unsere Klassen 4 Jahre behalten, dafür aber ab Klasse 3 ein Hauptfach abgeben. Durch viele Änderungen im Kollegium war das aber in den letzten Jahren nicht immer möglich einzuhalten. Im neuen Schuljahr wird durch die Einführung der Eingangsstufe das System wohl wieder ein wenig anders gestaltet werden müssen. Wobei wir auch hier vorhaben, ein routierendes System einzuführen, weil wir nicht für den Rest unseres Lehrer-Daseins nur in der Eingangsstufe unterrichten wollen. Also wird es wohl so sein, dass jeder 2 Jahre Eingangsstufe macht und dann wieder “normal” Klasse 3, 4. Ich bin sehr gespannt, wie das alles sich entwickeln wird! Also neues Schuljahr, neues Glück! Oder so ähnlich! ;-)

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