Ich habe versucht, die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler in einem Gedicht auszudrücken.

Ich möchte diesen Text gerne mit euch teilen. Da diese Empfindungen aber sehr persönlich und individuell sind, bitte ich euch, das Gedicht mit Respekt zu behandeln.

Ich bin dein Freund, Feind, Begleiter zugleich,

deine lachenden Augen kochen mich weich.

Will dich lehren, dir helfen und etwas bewegen,

gehe mit dir allen Herausforderungen entgegen.

Wir sind uns längst nicht immer einig,

unser Weg gestaltet sich oft steinig.

Auch Missverständnisse gibt es gewiss,

und so verpassen sie unserem Band einen kleinen Riss.

Langsam heilt er durch Fürsorge und Respekt,

doch die Vorsicht hält sich noch grübelnd versteckt.

Irgendwann geht alles wieder seinen gewohnten Gang,

Lernen, Erkunden und Erfahren sind dran.

Und so arbeite ich mit dir Hand in Hand,

ernte Tränen, Vorwürfe, Lächeln und Dank.

Stoße mit dir an allerlei Grenzen,

unser Hürdenlauf erinnert an ungeübte Tänze.

Du willst geführt werden und doch frei sein,

auf alles, was du schaffst, kannst du unendlich stolz sein.

Und ich, ich lächle und schaue auf dich,

Freude, Wehmut und Stolz erfüllen mich.

Einander loszulassen, kommt irgendwann die Zeit,

und du, geh deinen Weg, er ist noch weit.

Ich seh dir nach und winke dir zu,

jeder Einzelne ist was besonderes. So wie du.

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