Ich hab’s fast geschafft!! Die ersten Entwürfe stehen! Puh, das war ein Haufen Arbeit. Ich denke immer, ich würde die Kinder über’s Jahr gezielt beobachten und mir genügend Notizen machen… aber wenn ich dann plötzlich am Zeugnisprogramm sitze, bin ich schon wieder am Überlegen…

Kann *Julian wirklich so gut lesen? Kennt *Maxi die Einmaleinsreihen? Sind *Julias Geschichten fantasievoll?

Und so nehme ich die ersten Entwürfe mit nach Hause und gehe alles nochmal durch. Dazu lege ich mir erneut alle Lernkontrollen und ein paar Stichproben von erledigten Hausaufgaben der Kinder nebendran. Um überall eine ähnliche Abfolge bzw. wenigstens die gleichen Punkte drin zu haben, habe ich mir eine Struktur erstellt, welche ich dann abhake:

Verhalten

  • ggü Mitschülern / Kontakte / Konflikte
  • Umgang mit Konflikten
  • ggü Lehrern
  • Umgang mit Arbeitsmaterialien
  • Ordnung am Arbeitsplatz

Arbeiten

  • Mitarbeit
  • Fähigkeit und Wille zur Zusammenarbeit mit anderen
  • Vertreten der eigenen Meinung, zulassen der Meinung anderer
  • Sprechen vor der Klasse
  • Erfassen und verarbeiten von Lerninhalten, Anwendung des Gelernten
  • Umsetzung von Arbeitsaufträgen
  • Konzentrationsfähigkeit, Selbständigkeit, Ausdauer, …
  • Ausführen schriftlicher Arbeiten
  • Erledigen der Hausaufgaben
  • besonderer Fleiß

Lernen

  • Deutsch: Lesen fremder und geübter Texte, Leseverstehen, Gesprächs- und Ausdrucksfähigkeit, nacherzählen, verfassen eigener Geschichten, Anwendung von Rechtschreibregeln, abschreiben und aus dem Gedächtnis aufschreiben, Schriftbild, Beherrschen der Druckschrift/Schreibschrift
  • Mathe: Zahlenraum bis 20/100 erfasst?, Addition und Substraktion mit Zehnerübergang, Multiplikation und Division, Sachaufgaben, Uhrzeit, Umgang mit Geld, Rechenstrategien …
  • ggf. Stärken und Talente in den Nebenfächern Sachunterricht, Kunst, Musik, Sport, Englisch, …

Natürlich macht es nicht bei jedem Kind Sinn, all diese Punkte in den Bericht aufzunehmen. Das ist individuell zu entscheiden. Auch die Reihenfolge innerhalb der Bereiche ist flexibel. So achte ich zum Beispiel drauf, die Abschnitte immer mit einer Stärke / etwas Positivem zu beenden. Insgesamt sollen natürlich mehr die Stärken hervorgehoben werden. Trotzdem beschönige ich nicht (oder kaum?) und beschreibe natürlich auch die Dinge, die dem Kind noch schwer fallen.

Da kommen dann die typischen Formulierungen: sie hatte noch Schwierigkeiten, … / ihr fiel es noch schwer… / wenngleich er auch …/ mitunter …. / bemühte sich stets …. etc. Manchmal muss ich über diese Formulierungen echt lachen. Wir haben zwar ein gutes Zeugnisprogramm, das uns Formulierungen in verschiedenen Niveaus vorgibt, allerdings hört es sich sehr seltsam an, wenn man diese vorgegebenen Sätze aneinanderreiht :) also heißt es umformulieren, umdrehen, verknüpfen, bis ein gut lesbarer Text entsteht.

Schulbericht Klasse 1 und 2: Inhalte

2 Gedanken zu „Schulbericht Klasse 1 und 2: Inhalte

  • 13. Juli 2015 um 12:43
    Permalink

    Liebe Diana, ich war am Wochenende ganz schön frustriert, weil ich einige schlechte Zeugnisse hatte und das Positive eben dann doch wenig ist. Zum Glück hat meine liebe Kollegin noch ihren Teil dazugefügt und so ists nicht nur schlecht gewesen.
    Welches Zeugnisprogramm nutzt ihr? Wir suchen dringend ein Neues, unseres ist wirklich unpraktisch.
    Liebe Grüße!

    Antworten
    • 2. August 2015 um 8:14
      Permalink

      Liebe Steffi, entschuldige die späte Antwort. Dieses Kommentar ging irgendwie unter :( wir nutzen das Zeugnisprogramm SK Zeugnis von Tru-Soft. Wir sind damit sehr zufrieden. Es hat den Vorteil, dass auch die Schulkartei von der gleichen Software ist. Somit sind in unserem Zeugnisprogramm bereits alle Schülerdaten von der jeweiligen Klasse überspielt und man braucht nur noch die Noten einzutragen (oder eben die Formulierungen). Liebe Grüße

      Antworten

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