In den letzten Jahren haben wir den Abschluss des Schuljahres noch immer irgendwie klassenintern gefeiert. Das war immer der Wunsch der Kinder und zu Beginn auch noch der Wunsch der Eltern ;-) im 3. gemeinsamen Jahr kristallisierte sich dann – wie sicher viele von euch kennen – heraus, dass die Eltern zwar gerne an einem Abschluss teilnehmen würden, aber nichts dafür vorbereiten wollten.

Zum Glück hatte ich zwei sehr engagierte Elternvertreterinnen, die sich Jahr für Jahr mit mir gemeinsam um die Organisation kümmerten, sowie eine weitere Mutter, die gerne mit Rat und Tat zur Seite stand.

So haben wir einmal ein Grillfest auf einem Grillplatz veranstaltet, zu dem ich mit den Kindern hingewandert bin und wo wir bereits von den Eltern und dem Essen erwartet wurden. Jeder leistete einen Beitrag zum Salatbuffet und jeder brachte sein Grillgut selbst mit. Wichtig war dabei immer, an Spielgeräte für die Kinder zu denken. Ich war bei so einem Fest eher zu Gast, was für mich schön und praktisch war – ich übernahm dafür eher die Organisation und Absprache im Voraus.

Ein anderes Jahr haben wir ein kleines Grillfest mit einer anschließenden Schulhausübernachtung kombiniert. Auch diese war recht stressfrei für mich. Natürlich musste ein zweiter Lehrer anwesend sein. Aber die Schüler fanden es super toll und ich musste auch nicht viel Programm vorbereiten. Sie waren bereits mehr als zufrieden damit, ihr Matratzenlager vorzubereiten, Spiele zu spielen und zu lesen.

Ein anderes Mal haben wir uns nachmittags an einem See getroffen und die Eltern organisierten ein kaltes Buffet. Die Kinder konnten viel spielen und auch schwimmen. Sehr wichtig dabei war, im Voraus die Aufsichtspflicht der Eltern schriftlich von ihnen bestätigen zu lassen – sonst wäre mir das Ganze zu heikel gewesen.

Dieses Jahr überlegten wir hin und her. Die Schüler wünschten sich erneut eine Übernachtung in der Schule, aber aus gewissen persönlichen Umständen konnte ich diesem Wunsch leider nicht mehr entsprechen ;-) Die zündende Idee kam schließlich von meiner Elternvertreterin. Mir war es nämlich wichtig gewesen, auf jeden Fall noch Zeit mit den Kindern alleine zu verbringen und nicht nur gemeinsam mit den Eltern irgendwo zu sein, wie in den Jahren zuvor. Trotzdem sollten die Eltern eingeladen sein und es sollte Möglichkeit zum Dialog geben.

Da Kinder gerne und stolz ihren Eltern etwas vorzeigen, was sie gemacht haben, haben wir uns dazu entschieden, einen Tag in der Schulküche zu verbringen. Für mich selbst war es ein sehr anstrengender Tag und ich hätte ihn so nicht durchziehen können, wenn ich nicht 3! Hilfen gehabt hätte – ein Kollege und zwei Mütter.

Wir teilten die Kinder im Vorfeld in 4er-Gruppen ein. Pro Gruppe entschieden sie sich dann für einen Kuchen, den sie backen wollten, besorgten das Rezept und auch die Zutaten in der ausreichenden Menge. Das Ganze brauchte ca. 1,5 Wochen Vorlaufzeit. Am Morgen des Geschehens bekam jede Gruppe eine Station zugeteilt und das Backen konnte beginnen. Als Viertklässler haben sie das wirklich schon gut und ziemlich selbständig durchgezogen. Natürlich musste ich vor allem beim Ofen helfen und die Zeit kontrollieren, die die Kuchen im Ofen blieben. Sobald alles im Ofen war, war jeder für die Sauberkeit seines Bereichs zuständig. Zeitlich hatten wir schon morgen gegen 10 Uhr gestartet, sodass spätestens gegen 12 alle Kuchen im Ofen und die Arbeitsflächen wieder sauber waren.

Da ich die Kinder über Mittag in der Schule behielt, musste auch noch ein Mittagessen her. Dazu hatte ich Eltern gebeten, Pizzateige vorzubereiten, sodass wir diese nur noch belegen mussten. Die Zutaten dafür hatte ich besorgt und bin ganz minimalistisch geblieben – Margarita oder mit Salami und Schinken. Von der Menge her hatten wir 4-5 Kinder pro Backblech eingeplant, was gut reichte. In der Zwischenzeit konnten die Kuchen abkühlen. Während die Pizzen im Ofen waren, durften die Kids auch mal rausgehen und eine Spielpause machen.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurde wieder aufgeräumt und saubergemacht und dann ging es an das Vorbereiten und Dekorieren des Nebenraumes, wo wir am Nachmittag Kuchen essen wollten. Dazu waren Eltern und Geschwister herzlich eingeladen. Die Schüler hatten Spaß dabei, die Tische zu stellen und alles herzurichten. Immer wenn an diesem langen Tag eine „Pause“ war, weil zb der Kuchen schon im Ofen war, andere Gruppen aber noch am Backen waren, bastelten die Kinder im Klassenzimmer Tischdekoration, die wir dann nachher noch benutzten.

Als die Eltern schließlich da waren, saßen wir noch gemütlich zusammen, wobei die Kinder und ihre Geschwister relativ schnell nach draußen verschwanden, während wir Erwachsenen noch Gelegenheit hatten, uns auszutauschen. Nach max. 90 Minuten räumten wir alle gemeinsam auf, sodass ich schlussendlich gegen 5, halb 6 den Heimweg antreten konnte.

Insgesamt war es zwar ein sehr langer Tag, aber ich würde es mit der notwendigen Unterstützung wieder so machen. Die Kinder hatten Spaß dabei, sie konnten etwas vorzeigen, was sie geschafft haben, sie konnten kreativ sein, sie hatten Zeit zum Spielen und sie haben in ihren Gruppen viel geschafft. Möglich war das aber auch nur, weil sie bereits mit der Küche vertraut waren und wir von den Räumlichkeiten her auch den nötigen Platz an der Schule haben.

Jetzt würde ich gerne wissen, wie ihr den Schuljahresabschluss gestaltet. Feiert ihr mit den Kindern und Eltern gemeinsam? Macht ihr Vorführungen? Oder gibt es sogar einen klassenübergreifenden Schuljahresabschluss?

Schuljahresabschluss feiern

4 Gedanken zu „Schuljahresabschluss feiern

  • 27. Juni 2017 um 7:17
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    Liebe Diana, ich hatte im letzten Jahr auch ein Grillfest im Ort, das von den Eltern organisiert wurde. Für mich war das wirklich keine Vorbereitung.
    Dieses Jahr hatten wir erst ein 2-stündiges Klassenfest mit einer Theateraufführung der Klasse und einem kalten Buffet der Eltern in der Schule und anschließend eine Lesenacht. Das Buffet haben meine Elternvertreter organisiert. Unsere Vorlesepatin kam später dann noch zu Besuch und hat 70 min vorgelesen, das war neben fangen spielen der Kinder im dunklen Schulhaus mit Taschenlampen das Programm außer lesen. Die Kids waren im Glück und wir hatten wirklich viel Spaß. Das Frühstück für den nächsten morgen hatte ich so organisiert, dass jeder etwas mitbringt und ich daher keinen zusätzlichen Aufwand hatte. Die Dosen davon haben die Kinder wieder direkt eingepackt. Und eine Mama kam zum Spülen, das hatte sie angeboten und ich war sehr froh darüber nach der dreistündigen Nacht. Um 10 wurden die meisten abgeholt. Ich würde es auch wieder so machen, es war wirklich schön.Liebe Grüße, Steffi

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    • 27. Juni 2017 um 8:37
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      Liebe Steffi, das klingt auch gut! Was habt ihr denn aufgeführt?

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  • 27. Juni 2017 um 12:11
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    Liebe Diana,
    wir haben „Das Lied der bunten Vögel“ aufgeführt. Es war die Idee meiner Kollegin (sie hatte es damals in ihrer Lehrprobe gemacht) und sie hatte damals eine Textvorlage erstellt. Ich habe es dann noch etwas angepasst, dass jedes Kind eine Rolle hatte. Sie hatte auch das passende Lied dazu und es im Musikunterricht einstudiert (inklusive Tanz). Vier Mädchen haben an den entsprechenden Stellen Flöte gespielt – es war wirklich sehr schön. Durch den Musikteil der Kinder gab es ja schon ein Highlight und ich habe die Kostüme für die 5 Vögel sehr einfach gehalten (jeweils ein entsprechendes Tuch als Flügel). Es war ein sehr geringer Aufwand mit einem maximal schönen Effekt (wobei es das dritte Theaterstück in diesem Schuljahr war und die Kinder auch schon äußerst geübt waren und toll aufeinander geachtet und mitgedacht haben).
    Viele Grüße, Steffi

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  • 27. Juni 2017 um 18:16
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    Wir haben auch dieses Jahr wieder gegrillt.
    Wir haben hier um das Dorf herum mehrere Grillplätze, bzw Hütten. Je nach Jahrgang wandere ich mit den Kids zu der Hütte/Platz, wo die Eltern schon ein gemeinsames Salatebuffet aufgebaut haben und Feuer angeheizt haben. Fleisch und Getränke bringt jeder für sich selbst mit.
    Klappte bisher jedes Jahr, ist für keine Seite zu viel Aufwand und bisher hatten noch alle Kinder Spaß daran.

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