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Es macht so viel Spaß, Englisch in der Grundschule zu unterrichten, weil es lustig, abwechslungsreich, bunt und manchmal ein bisschen verrückt ist :-D

Im Moment wiederhole ich kreuz und quer ein paar Wortfelder im Rahmen einer Storytelling-Einheit.

Die Story dieser Woche war “The great big enormous turnip“. Wir haben sie auf einzelnen Bildkarten illustriert, damit man die Karten nacheinander an die Tafel hängen kann. Es gibt die Story aber auch als Buch, zum Beispiel hier:

Ich mag diese Story total, weil sie leicht zu erzählen ist, lebhaft ist, leichte wörtliche Rede bietet, die die Kinder schnell mitsprechen können und total witzig ist.

Sie eröffnet das Wortfeld “Tiere”, welches man dann über die Story hinaus noch ausweiten kann. Ganz kurz zur Handlung: eine Königin (es gibt auch Versionen mit anderen Rollen) pflanzt eine Rübe und möchte sie irgendwann ernten. Allerdings ist diese so groß und schwer, dass sie Hilfe braucht. Also ruft sie nacheinander ihren Mann, ihren Sohn, ihre Tochter, ihren Hund, ihre Katze und ihre Maus. Erst als sie alle gemeinsam ziehen, kommt die Rübe raus und alle fallen um.

Im Verlauf der Geschichte können die Kinder leicht mitraten, wen die Königin wohl als nächstes ruft. Hier können bereits weitere Tiernamen eingebracht werden.

  • Im ersten Durchgang spielte ich die Geschichte lebhaft vor, die Kinder hörten und schauten erstmal. Wer konnte, sprach schon ein bisschen mit.
  • Im zweiten Durchgang verteilte ich die Bildkarten an die Kinder. Während ich die Geschichte noch einmal erzählte, hingen die Kinder an der passenden Stelle ihre Karte an die Tafel.
  • Anschließend spielten wir die Geschichte nach. Ich war der Erzähler, regte die Kinder aber an, die wörtliche Rede selbst zu übernehmen. Meist spreche ich dann vor, falls das Kind nicht sowieso schon weiß, was es sagen will.
  • Im Anschluss habe ich das Wortfeld “Animals” nochmal erweitert. Hier haben wir einfach gesammelt, welche Vokabeln die Kinder noch wissen, ggf. habe ich übersetzt. Am Ende haben wir die Tiere dann noch in “Farm animals” und “Pets” eingeteilt (und manche passten natürlich in keine der beiden Gruppen).
  • Zum Schluss gab es noch ein Pantomime-Spiel zu den Tiernamen.
  • Natürlich könnte man auch die Bilder der Story klein abdrucken und diese nach dem Storytelling in Partnerarbeit in die richtige Reihenfolge bringen lassen oder ähnliches.

Es kommt immer drauf an, was der Zweck des Einsatzes der Story ist. Will man ein Wortfeld einführen oder sichern? Oder will man sich auf die Handlung konzentrieren, die Story tiefer behandeln, Rollenspiele machen, …? Je nachdem beschäftigt man sich länger oder kürzer mit der Story.

Oft ist es ein Problem, dass es so wenig Material zu Stories oder Bilderbüchern gibt, d.h. man muss ziemlich improvisieren. Aber es lohnt sich immer – Storys geben sooo viel her und sind aus meinem Englischunterricht in der Grundschule gar nicht wegzudenken. Es ist wahnsinn, wieviel die Kinder in einem Storykontext alles verstehen. Und das motiviert sie ungemein.

Storytelling: The great big enormous turnip
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