Der Beginn eines neuen Schuljahres ist immer eine gute Gelegenheit, neue Rituale einzuführen. Dieses Jahr werde ich kleinere Rituale einführen, mit denen ich ursprünglich schon zu Beginn der 2. Klasse beginnen wollte. Da gab es aber noch soviel anderes zu tun und die Schüler mussten sich erstmal zurechtfinden, sodass ich diese Neuerungen erst einmal aufschob.

Die Überlegung ist, die Schulwoche insofern zu strukturieren, dass die Schüler an einer Kleinigkeit genau erkennen, welcher Wochentag gerade ist. Und zwar eine Kleinigkeit, die ihnen Spaß macht. Sozusagen ein Motto. Sodass jeder Wochentag schließlich mit einer positiven Emotion verknüpft ist. Darüberhinaus sollen alle Kinder beteiligt sein und ihren Beitrag zu den einzelnen Aktionen liefern. Um die Kinder nicht zu “erschlagen”, werde ich nach und nach unsere Woche mit neuen Ritualen erweitern. Und dann flexibel entscheiden: braucht es jeden Tag so eine Aktion oder reichen auch zB 3 aus 5 Tagen?

Die Idee ist ganz simpel. Jeder Wochentag bekommt einen neuen Bei-Namen, der mit einer bestimmten Aktivität oder Aktion verknüpft ist. So ist der Dienstag zum Beispiel bereits unser Tag des Schätzkönigs. Am Dienstag beginnt die Mathestunde also immer mit der Auflösung der Schätzaufgabe und der Krönung des Schätzkönigs. Weitere Ideen für solche Rituale sind:

  • Witze-Tag (jede Woche erzählt ein anderes Kind einen Witz)
  • Knobel-Tag (ich bringe an diesem Wochentag immer eine kleine Knobelaufgabe mit, die es zu lösen gilt)
  • Mitbringsel-Tag (ein Kind darf etwas von zu Hause mitbringen und zeigen)
  • Tag des Gesangs (wir lernen ein neues Lied, das ggf. ein Kind mitbringt)
  • Tag der Stille (wir beginnen den Unterricht mit 10 Minuten Stillezeit, in der jedes Kind sich alleine beschäftigen darf)
  • Tag der Klatschreime (wir lernen einen neuen Klatschreim, eine schöne Quelle dafür ist zum Beispiel das kidsweb oder auch die Seite von Dirk Einecke, aber die Kinder kennen ja selbst auch viele, die sie zeigen können)
  • Tag des Zungenbrechers

Fällt euch noch was ein?

Überlegungen zur Strukturierung der Schulwoche
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4 Gedanken zu „Überlegungen zur Strukturierung der Schulwoche

  • 31. August 2015 um 11:47
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    Solche Wochentagsrituale habe ich auch. Neben dem Tag des Schätzkönigs habe ich noch den Boggle-Tag, an dem die Buchstaben des Boggle-Bretts ausgetauscht werden, an einem Tag wird im Nebenraum (es ist wunderbar, dass ich so etwas habe :) ) das Experiment der Woche aufgebaut, Mittwochs ist Autorenlesung – hier dürfen Kinder eigene Texte vorlesen und an einem Tag gibt es den Rechtschreibforscherauftrag für die Woche.
    Tag des Zungenbrechers würde mir auch gefallen…
    Viele Grüße
    Meg

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    • 31. August 2015 um 12:51
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      Liebe Meg, das sind aber auch tolle Ideen!! V.a. das Experiment der Woche! Ich nehme an, das gehört dann zum Sachkunde-Thema? Autorenlesung find ich auch spannend. Welche Texte sind das dann? Hast du eine individuelle Lernzeit, in denen die Kinder oft was eigenes schreiben oder gibts auch mal ne Woche, in der keine eigenen Texte verfasst werden? Liebe Grüße

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      • 31. August 2015 um 19:18
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        Meine “kleinen” kommen jetzt ins 2. Schuljahr. Von Anfang an haben die Kinder viele eigene Texte verfasst, angefangen bei Listen, über Elfchen, kleine Geschichten, kurze Sachtexte, Briefe… Wer möchte, darf sich aus den eigenen Texten etwas aussuchen. Wir kommen nicht jede Woche dazu, etwas zu schreiben. Aber im Laufe der Zeit sammelt sich doch einiges an. Wir haben viele offene Arbeitszeiten, in denen die Kinder sich gerne Schreibaufgaben auswählen.
        Das Experiment der Woche ist unabhängig vom SU. Bis zu den Herbstferien haben alle Experimente mit Wasser zu tun, danach werde ich dann ein anderes Thema wählen.
        LG

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  • 31. August 2015 um 16:36
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    Hallo Meg,

    ich möchte in meiner 2. jetzt den Stern der Woche einführen. Das wird immer eine andere Aufgabe sein, z.B. ein Wort (Hallo o.ä.) in fünf Sprachen herausfinden. Mal sehen, ob mir immer etwas passendes einfällt!
    Schöne Grüße
    Kerstin

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