Kommende Woche werden wir mal wieder gemeinsam Plätzchen backen und ich freue mich schon sehr! Vielleicht haben einige unter euch ja auch Lust, eine Weihnachtsbäckerei durchzuführen! Dann kann mein Beitrag euch vielleicht etwas unter die Arme greifen.

Warum sich überhaupt den Stress antun?

Ganz klar! Einige Kinder leben nicht in behüteten Familien, die am Mittag oder am Wochenende mit ihnen Plätzchen backen und Weihnachtslieder singen. Und manche ausländische Kinder sind mit unserer deutschen Tradition des Plätzchen backens auch nicht vertraut. Somit sehe ich den Auftrag ganz eindeutig bei mir, allen Kindern so viel wie möglich unseres deutschen Kulturguts näher zu bringen. Und das beinhaltet alle möglichen Weihnachtsbräuche, die wir hierzulande feiern.

Die Weihnachtsbäckerei ist eine aufwändige Sache und braucht viel Organisation im Voraus. Als meine Schüler noch in der 1. Klasse waren, habe ich mir unsere Patenklasse dazugeholt. Somit war ein 2. Lehrer anwesend und die Großen konnten den Kleinen helfen.

Dieses Jahr sind die Kinder in der 3. und ich glaube, sie schaffen das auch mal ganz gut alleine. Alle sind voll froher Erwartung auf diesen Tag. Als Lehrperson müssen im Voraus folgende Fragen geklärt werden:

  • Wie viel Zeit werde ich in etwa brauchen? Ist ein ganzer Schulvormittag notwendig? Wenn ja, wann passt das in den Stundenplan? Oder muss etwas getauscht werden?
  • Wann ist die Küche frei? Haben vielleicht außerplanmäßig auch schon andere Kollegen eine Weihnachtsbäckerei und damit die Nutzung der Küche geplant?
  • Welcher Erwachsene könnte mich an dem Tag noch unterstützen? Pädagogische Assistenen, Eltern, Referendare, Praktikanten?
  • Was müssen die Kinder alles mitbringen? Ausstecher, Nudelhölzer, Verzierung für die Plätzchen, Dosen und Tüten zum Einpacken, …
  • Was muss ich alles mitbringen bzw. was ist in der Küche vorhanden und was nicht?
  • Bereiten wir die Teige in der Schule vor oder bringe ich oder ein Elternteil die Teige fertig mit?
  • Was machen wir in der Zeit, in der die Plätzchen im Ofen sind? Aufräumen, singen, malen, Spiele spielen, basteln…
  • Welche Regeln gelten in der Küche? Wann bespreche ich diese mit den Kindern?
  • Wie ist der gesamte Ablauf des Morgens? Mache ich diesen transparent?
  • Welches Gebäck wird gebacken?
  • Nehmen die Kids alles Gebackene mit nach Hause oder wird es in der Schule verteilt?

Beim letzten Mal haben wir die Teige tatsächlich vor Ort zubereitet, was allen großen Spaß gemacht hat. Das ging gut, da wir die großen Schüler als Hilfen dabei hatten, die dann die Mengen der Zutaten besser abmessen und die Rezepte richtig umsetzen konnten.

Dieses Jahr haben sich freundlicherweise zwei Mütter bereit erklärt, im Vorfeld Teige zuzubereiten und diese mitzubringen. Diese beiden Mütter helfen mir auch vor Ort mit der Zubereitung. Somit habe ich nur 3 Stunden für die Weihnachtsbäckerei eingeplant, mit einem möglichen Puffer hinterher, falls es mit dem Aufräumen knapp wird. Die Regeln werden am selben Morgen im Voraus im Klassenzimmer besprochen, bevor es dann rüber in die Küche geht.

Und natürlich darf ein Lied nicht fehlen: In der Weihnachtsbäckerei… gibt es manche Leckerei…


(Partner-Link)

photo credit: Christmas Cookies with sprinkles via photopin (license)

Weihnachtsbäckerei: Organisation

3 Gedanken zu „Weihnachtsbäckerei: Organisation

  • 8. Dezember 2015 um 15:58
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    Liebe Diana,
    ich habe mit meinen Erstklässlern gleich nach dem 1. Adventssingen auch schon gebacken und wir hatten 4 Mütter als Helferinnen, d.h. immer 6 Kinder pro Gruppentisch und Mutter. Ich war zur Koordination frei und habe keinen Kindergruppe betreut, so dass ich auch mal was wegwischen, helfen oder auch fotografieren konnte.
    Den Ausstecherteig bekamen wir als Spenden von 5 Müttern und die Kinder brachten ihr Arbeitsmaterial (Schürze, Ausstecher, Wellholz, Backpinsel – alles in einer verschließbaren Tüte, damit es schmutzig mitgenommen werden kann) mit. Ich brachte Mehl zum ausrollen in Dosen, Zuckerstreusel und verquirltes Ei-Milch-Gemisch zum bestreichen und reichlich Backpapierzuschnitte mit. Die Mamas haben alles toll koordiniert und ich habe die Bleche in die Öfen geschoben. Als alle Plätzchen ausgestochen, eingepinselt und bestreut waren und die Kinder ihre Arbeitsplätze aufgeräumt und ihre Sachen ins Klassenzimmer zurück gebracht hatten, bin ich mit ihnen in die Hofpause gegangen und die lieben Mamas haben die restlichen Bleche mit Plätzen im Ofen gebacken und die letzten Spuren in der Küche beseitigt. Die Kinder waren damit 75 Minuten beschäftigt.
    Bei uns hat es toll geklappt und wir haben noch immer einen großen Keksdosenstapel im Klassenzimmer. Die Dosen haben die Kinder als Leihgabe mitgebracht und leere Dosen wandern wieder nach Hause.
    In Klasse 4 verbinden die Kolleginnen die Weihnachtsbäckerei mit der Vorgangsbeschreibung, das ist aber wesentlich zeitaufwändiger, klar.
    Liebe Grüße, Steffi

    Antworten
  • 8. Dezember 2015 um 17:05
    Permalink

    Hallo,
    Auch wir haben heute mit unseren zwei ersten Klassen gebacken. Pro KLasse hatten wir 6 Mütter, die mit Teig und allem nötigen Zubehör zum Helfen gekommen sind. Der benachbarte Bäcker stellte große Bleche zu Verfügung und übernahm auch das Backen. Es war eine tolle Aktion.
    Inge

    Antworten
    • 8. Dezember 2015 um 19:48
      Permalink

      Hallo Inge,
      da habt ihr aber Glück. Unser Bäcker, eigentlich ideal direkt gegenüber der Schule gelegen, lehnt eine solche Anfrage ab, da die Gewerbeordnung kein Abbacken von Teigen gestattet, die von außerhalb kommen.
      Martina

      Antworten

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