Ich melde mich aus dem “Nichtstun-Zustand” zurück und hoffe, absofort wieder mehr Zeit und auch Lust für den Blog zu finden ;-) Nach den Weihnachten ist doch alles noch ein bisschen schwerfällig.

In einem vorigen Beitrag hatte ich bereits über das Nähen von Hand geschrieben. Den könnt ihr hier nochmal nachlesen.

Nachdem wir also mit Nadeln und Garn vertraut waren, ging es daran, verschiedene Stiche zu erlernen. Dazu hatte ich Lochkarton besorgt, wie ihr ihn unten auf dem Foto sehen könnt. Dieser Lochkarton hat gegenüber Stoff die Vorteile, dass er für die Kinder zunächst leichter handhabbar ist, da er nicht verknickt oder umschlägt, und dass die Löcher bereits vorhanden sind und somit die Abstände für die Stiche vorgegeben sind.

Solchen Lochkarton findet ihr zum Beispiel hier im Bastelbedarf oder bei euch vor Ort im Bastelladen.

Wir begannen mit dem einfachsten aller Stiche, dem Vorstich. Die Kinder mussten sich beim Erlernen der Stiche wirklich gut konzentrieren. Da es nicht möglich ist, dass alle um mich herum standen und auf meine Hände kucken konnten, mussten sie am Platz bleiben und zunächst lediglich meine Erklärung anhören. Natürlich fällt vielen Kinder schwer, das Gehörte umzusetzen. Deshalb zeichnete ich den Stich nochmal improvisiert an die Tafel. Idealerweise könnte man zum Zeigen ein Pen-Display oder eine andere Kamera benutzen, die über einen PC und Beamer das Bild vergrößert. Leider habe ich diese Ausstattung nicht in meinem Klassenzimmer. Aber es ging auch so.

Nach dem Vorstich folgte erst der Rückstich und zuletzt der Kreuzstich. Wir verbrachten jeweils eine Schulstunde mit einem Stich. Mindestanforderung war, die Hälfte einer Reihe auf dem Lochkarton mit dem Stich vollzukriegen. Diese Tätigkeit erinnert dann schon eher an das Sticken. Wer schneller war, war zunächst aufgefordert, anderen zu helfen, die noch nicht so gut mit dem Stich klarkamen. Anschließend durften die Kinder auch die Reihe vollmachen und – für ganz schnelle – ein Muster auf den Lochkarton sticken.

Das Endergebnis dieser drei Stunden war dann ein Streifen Lochkarton, auf dem alle drei Stiche gut sichtbar und zu erkennen waren. Diesen klebten wir ins Heft und beschrifteten ihn. Wir sprachen auch über die einzelnen Stiche und etwaige Vor- und Nachteile. Hier seht ihr das Ergebnis der Arbeit:

Wenn ihr Anregungen für das textile Gestalten in der Schule sucht, kann ich euch folgende Handreichung empfehlen:
Geschickt eingefädelt, Band 1: Unterrichtsvorschläge für Textiles Gestalten | Mit Kopiervorlagen (1. bis 4. Klasse) (Partner-Link)

Diese hatte ich mir im Vorfeld gekauft und bin damit wirklich zufrieden. Sie bietet super Anleitungen für alle möglichen textilen Arbeiten, inkl. Stationen- und Bildkarten, auch richtige Basics wie zum Beispiel eine Kordel knoten, ein Pompom wickeln o.ä. Von den Basics gehts dann nach und nach zu Vorschlägen, wie man diese Basics in größeren textilen Arbeiten miteinander verbinden kann.

Im nächsten Beitrag lest ihr, was wir mit unseren neu erlernten Näh-Künsten dann tatsächlich anfingen ;-)

Wir nähen von Hand Teil 2: Stiche

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