Im Folgenden werden zwei unterschiedliche Varianten des Lesetandems vorgestellt. Bei beiden Varianten handelt es sich um eine Leseübung in Partnerarbeit.

a) Ein beliebiger Text wird ausgesucht und Paare finden sich oder werden bestimmt. Gelegentlich kann es sinnvoll sein, Partner zu bestimmen, die entweder ähnlich gut lesen oder die gerade sehr unterschiedlich stark lesen. Ein andermal dürfen sich die Kinder selbst jemanden aussuchen.

Die Schüler suchen sich dann möglichst auf dem Gang und im Klassenzimmer ein ruhiges Plätzchen. Wichtig ist, dass beide den Lesetext vor sich haben. Sie bestimmen, wer beginnt. Derjenige liest laut vor. Der andere liest mit den Augen leise mit. Sobald der Vorleser einen Fehler macht, sei es, er überliest ein Wort, verändert es, übersieht oder verwechselt einen Buchstaben, etc. wird gestoppt und der andere Schüler liest laut weiter. Beim nächsten Fehler wird wieder gewechselt.

Diese Übung kann immer mal wieder zwischendurch für 10- max. 15 Minuten eingefügt werden. Wichtig ist es meiner Meinung nach, die Übung im Voraus gut zu erklären und deutlich zu machen, dass Fehler nicht schlimm sind und dass sich niemand über einen Fehler lustig machen darf.

Die Art der Übung mag zunächst darauf hindeuten, dass die Fehler durch den Ablauf hervorgehoben werden. Nach dem ersten Durchgang jedoch werden eure Schüler sehr schnell erkennen und auch benennen können, worum es wirklich geht:

nämlich sich sehr gut zu konzentrieren, aufmerksam mitzulesen, sehr sorgfältig hinzuschauen und genau zu lesen.

Eine Reflektion der Übung bietet sich demnach nach dem ersten Durchgang an.

b) Die Tandems setzen sich bei dieser Variante immer aus zwei Schülern mit unterschiedlichem Leseniveau zusammen. Der stärkere Leser ist der “Trainer”, der schwächere der “Sportler”. Der “Trainer” liest gemeinsam mit dem “Sportler”, passt sein Tempo diesem an und korrigiert bei Lesefehlern.

 

Das Lesetandem – zwei Varianten

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