Die Arbeit mit LearningApps.org

Einige von euch werden die Seite learningapps.org bereits kennen, für andere mag sie noch neu sein. Da ich gerade erst mit der Seite gearbeitet habe, will ich heute unbedingt mal darüber schreiben. Denn ich bin Fan!

Zum Einen können die Schüler dort zu allen möglichen Themen des Unterrichts – nach Fächern sortiert – Übungen machen. In unserem Fall war das in Klasse 4 das Thema Instrumentenkunde und insbesondere die Saiteninstrumente. Dazu gibt es auf der Webseite zahlreiche Übungen. Den Schülern hat das bereits Spaß gemacht. Eine kurze Zeit lang durften sie auch unabhängig vom genannten Thema die Webseite durchstöbern. 

Zum Anderen bietet die Seite aber, und das ist das Geniale, auch die Möglichkeit, dass die Kinder selbst ihre eigene App / sprich Übung zu einem Thema erstellen. Dafür ist jedoch ein Zugang notwendig, für den man sich registrieren muss. Damit das die Kinder nicht selbst machen und man als Lehrer keinen Überblick über das hat, was sie dann erstellen, gibt es die Möglichkeit, sich als Lehrer zu registrieren und dann eine Klasse anzulegen. Das Ganze ist kostenlos.

Man legt dann in seinem eigenen Konto soviele Schülerzugänge an, wie man braucht. In meiner Klasse hatten wir in 2er-Teams gearbeitet. Die Schüler durften sich einen Teamnamen ausdenken, sodass ich gar nicht die realen Namen der Schüler auf der Seite verwendet habe – natürlich auch aus Datenschutzgründen. Alle bekommen dann einen Benutzernamen und ein Passwort zugeteilt. Diese Liste konnte ich dann ausdrucken und jedem Team seinen Zugang geben, mit dem sie sich einloggen konnten. 

Zum Erstellen einer eigenen App stehen zahlreiche Vorlagen in unterschiedlichen Übungsformaten zur Verfügung. Der Renner in meiner Klasse war eine Übung im Stil von „Wer wird Millionär“. Titel, Aufgabenstellung, Inhalte und Feedback müssen angegeben werden. All das hatte ich im Vorfeld aufgelistet und ließ die Schüler alles schriftlich vorbereiten. Erst im nächsten Schritt ging es dann wieder an den Computer, wo das Vorbereitete auf der Webseite eingetragen und somit eine App erstellt wurde. (Wobei der Begriff „App“ hier irreführend ist; es handelt sich vielmehr um eine Übung/Aufgabe in einem bestimmten Format.)

Im eigenen Zugang speichern die Kinder dann ihre App, wodurch sie dann in meinem Account unter „Meine Klasse(n)“ erscheint. Ich kann sie dann testen und überprüfen. Ein weiteres Feature ist, dass ich die erstellten Apps allen aus der Klasse zur Verfügung stellen kann, sodass sie auch von allen ausprobiert werden können.

Nachdem alle Apps fertiggestellt waren, testeten die Schüler also alle anderen und gaben im Anschluss Feedback, was schon gut gelungen war und was noch verbessert werden könnte. Auch hierfür war noch Zeit.

Ich war sehr zufrieden mit dem Einsatz der Webseite im Unterricht, weil es für mich – und besonders für die Schüler – einmal eine ganz andere Form von „Wir wiederholen das Gelernte“ war. Die Schüler durchdrangen das Thema Instrumente so nochmal auf eine ganz eigene Weise und setzten ihr Wissen neu um. Und durch das Spielen der Apps ihrer Mitschüler wurden die Inhalte dann sogar noch einmal wiederholt – und das ohne Druck und/oder Langeweile, sondern fast nebenbei und mit viel Spaß. Ich werde die Seite auf jeden Fall weiterhin nutzen. Ich kannte sie bereits länger, habe sie aber nun zum ersten Mal mit Schülern genutzt. Auch für Drittklässler halte ich das Angebot für passend.

Wenn ihr Fragen zur Handhabung habt, könnt ihr sie mir gerne stellen.

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1 Antwort

  1. Ich arbeite schon seit mehreren Jahren mit Learningapps. Angefangen habe ich mit Apps, die ich gefunden habe. Schon bald habe ich diese dann mit der Funktion “ähnliche App erstellen” kopiert und angepasst (z.B. einzelne regionaltypische Ausdrücke angepasst [Nord-/Süddeutsch/Österreichisch/Schweizerisch] oder weitere Aufgaben ergänzt, dass die Kinder länger übern durften/mussten. Später kamen dann eigene Apps dazu und zuletzt liess ich mir von den Kindern Apps erstellen. Zum Beispiel im Rahmen eines Vortrages. Da war die App dann die Prüfungsaufgabe für die Zuhörer.

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