Wenn es um den aktuellen Lernstand des Kindes geht, bspw. bei den Gesprächen zum Halbjahr oder zum Ende des Schuljahres, veranschlage ich in der Regel ca. 15 Minuten plus 5 Minuten Puffer. Zu Beginn begrüße ich die Eltern und frage sie, wie es ihnen geht. Anschließend weise ich auf die zur Verfügung stehenden 15 Minuten und stelle kurz den Verlauf des Gesprächs dar. Dieser kann zum Beispiel sein:

  1. Eltern schätzen ihre Kinder mit Hilfe von Schlagwörtern, die auf Kärtchen stehen, ein. Dabei teilen sie die Kärtchen in zwei  Gruppen ein: Kompetenzen (das kann mein Kind gut)  und Lernfelder (damit hat es noch Schwierigkeiten). Oft gibt es auch eine dritte Gruppe mit den Begriffen, zu denen die Eltern im Moment nichts sagen können.
  2. oder: anhand eines Beobachtungsbogens werden bestimmte Fähigkeiten und Kompetenzen besprochen.
  3. Ich schildere, inwiefern meine Wahrnehmungen mit denen der Eltern übereinstimmen oder sich unterscheiden.
  4. Vereinbarungen treffen bzgl. Übungs- und Fördermöglichkeiten
  5. Weitere Fragen der Eltern, sonstige Anliegen
  6. Verabschiedung

Da das ein ziemliches Programm ist, muss man gut auf die Zeit achten und ggf. etwas abkürzen bzw. sich auf die wichtigen Punkte konzentrieren. Vereinbarungen, die ich mit den Eltern treffe, beziehen sich oft auf das intensivere Üben zu Hause, das Verbessern der Hausaufgabensituation oder auch der Förderung des Verhaltens des Kindes.

Für mich selbst und auch für die Eltern finde ich es persönlich hilfreich, ein kurzes Gesprächsprotokoll anzufertigen. Dann kann man im nächsten Gespräch noch einmal konkret darauf zurückkommen.

Die Übersicht über mögliche Begriffe für die Einschätzung der Kinder findet ihr, wenn ihr hier klickt.

 

Elterngespräche: ein Vorschlag zum Ablauf

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