Erste Schulstunde in der ersten Klasse: Vol. 2

Auf meinem Blog gibt es bereits etliche Beiträge zur Arbeit in der ersten Klasse und diese haben bisher immer sehr großen Anklang gefunden. Da ich nun wieder als Klassenlehrerin einer ersten Klasse tätig bin, werden sich die kommenden Artikel auch schwerpunktmäßig um diese Tätigkeit drehen.

Am Tag der Einschulung wurden alle Schulneulinge von der Schulgemeinschaft in der Schule mit einem schönen Programm begrüßt. Anschließend erlebten die Erstklässler die erste Schulstunde in ihrer Klasse, während die Eltern verköstigt wurden und sich austauschen konnten.

Ich hatte schon mal eine erste Schulstunde in einer ersten Klasse hier illustriert, das könnt ihr HIER–> nochmal nachlesen.

Viele Ideen findet ihr auch beim Lernstübchen, wo zahlreiche Kollegen bereits ihren Ablauf geschildert haben: KLICK–>

Unsere Stunde sah wie folgt aus:

  • Auf den Tischen hatte ich die Namensschilder verteilt. Jeder sollte zunächst umhergehen und seinen Namen suchen. War er gefunden, stellten sich die Kinder hinter ihren Tisch (Ranzen und Schultüten wurden abgelegt). Ich war dieses Mal erstaunt, wieviele ihren Namen noch nicht lesen konnten!
  • Immer noch stehend erfolgte eine erste Vorstellungsrunde. Das Kind, das ich anzwinkerte (-> Kinder mussten also leise und konzentriert sein), sagte seinen Namen und wir klatschten den Namen gemeinsam mit seinen Silben.
  • Anschließend beschäftigen wir uns noch weiter mit den Namen. Welche Namen sind sehr kurz, welche sind länger? Ich suchte einen Namen aus und ließ das Schild an die Tafel hängen. Von wo nach wo lesen wir eigentlich? Mit welchem Laut beginnt der Name? Welche Namen beginnen mit dem selben Laut? (Diese sammelten wir an der Tafel exemplarisch für zwei Anlaute uns zählten, wieviele es jeweils waren.) In kleineren Klassen könnte man dies auch im Sitzkreis und dann in der Kreismitte machen, dann zb auch die Namen ordnen lassen nach Länge/Anzahl der Buchstaben.
  • Nun bildeten wir einen Sitzkreis, ich sagte nochmal ein paar begrüßende Worte an die Kinder und sie durften mir Fragen stellen. Wer wollte, durfte nun seine Schultüte zeigen und etwas dazu erzählen. Wir sammelten die Schultüten dann in der Kreismitte.
  • Die Zeit neigte sich dann schon dem Ende zu. Ich zeigte den Kindern ihre erste Hausaufgabe und erklärte sie: eine leere Schultüte auf einem weißen Blatt sollten sie anmalen (möglichst ähnlich wie ihre eigene Schultüte) und ihren Namen draufschreiben. (Am nächsten Tag bastelten wir damit eine Girlande für das Klassenzimmer.)
  • Die Schüler packten ihre HA ein und ich sprach ihnen noch unseren Abschiedsspruch vor, den wir dann gemeinsam sprachen.

Eigentlich hatte ich noch zwei Spiele eingeplant, je nachdem, ob die Kinder eine Bewegungspause gebraucht hätten. Da sie aber erst umhergingen, dann standen und sich nachher erst setzten, war das an diesem Tag nicht notwendig und wir konnten den Plan wie oben durchziehen.

Die Spiele wären gewesen: Mein rechter, rechter Platz ist leer… und Stopp-Lauf mit Begrüßung. (Die Kinder laufen dabei durch das Klassenzimmer, während Musik spielt. Stoppt die Musik, bleiben sie stehen und begrüßen das Kind, das in der Nähe steht, mit Handschlag und nennen ihren Namen.)

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