Die Kinder als meine Assistenten einzusetzen, ist ein kleines Ritual, mit dem ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Es geht dabei nicht um die Dinge, die sowieso mit den Klassendiensten abgedeckt sind wie Tafel wischen oder Blätter austeilen.

Vielmehr übertrage ich einem oder zwei Kindern Aufgaben, die ich sonst erledigen würde. Am passendsten finde ich es beim Einsatz von Ritualen. Zuvor sollte den Kindern das Ritual aber schon sehr gut bekannt sein. Ich habe zum Beispiel in diesem Schuljahr das erste Halbjahr abgewartet, bis ich jetzt mit den Lehrerassistenten in der 1. Klasse begonnen habe. 

Nach der Begrüßung im Unterricht bestimme ich zwei Assistenten, die mir an diesem Tag behilflich sein dürfen. Alle Schüler sind immer sehr motiviert, ausgewählt zu werden. Sie dürfen dann zum Beispiel die Klasse in den Sitzkreis holen oder mir beim Vorbereiten oder Aufräumen von aufwendigem Material zur Hand gehen (zb haben wir gerade einen großen Wandfries gestaltet, oder wenn ich Bodenbilder lege). Natürlich sind auch viele andere Einsatzmöglichkeiten denkbar.

Die Schüler werden dadurch in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt und erleben sich als kompetente und nützliche Hilfe. Jeden Tag werden neue Schüler bestimmt. Zur Visualisierung könnte man auch ein Schild im Klassenraum anbringen, auf das man die aktuellen Namen der Assistenten pinnt, oder ein Umhängeschild basteln.

Habt ihr ähnliche Methoden im Klassenmanagement?

Kleine Lehrerassistenten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.