Lesen ist mir sehr wichtig – ich lese selbst sehr gerne und viel – und ich möchte es auch so gut es geht bei den Kindern fördern. Dazu habe ich allerlei Maßnahmen ergriffen, die ich heute gerne schildern möchte. Vielleicht habt ihr auch noch weitere gute Ideen?

Für zu Hause habe ich den Eltern empfohlen, regelmäßige Lesezeiten festzulegen, den Kindern vorzulesen (eher noch zu Beginn der 1. Klasse) und sich später von den Kindern laut vorlesen zu lassen. Soweit ich weiß, machen das die meisten auch ganz gewissenhaft und gerne. Wichtig ist dabei auch, dass die Kinder Bücher haben, die sie interessieren. Einer Mutter hat meine Empfehlung sehr geholfen, Erstlesebücher mit Silbenfärbung zu kaufen, als uns in der 1. Klasse auffiel, dass ihre Tochter Schwierigkeiten beim Lesen lernen hatte. Sie sagte, diese Bücher haben ihr zu Hause sehr geholfen (und sie waren wohl schwerer zu finden als ich dachte ;-) ).

In der Schule habe ich verschiedene Maßnahmen der Leseförderung – wichtig ist mir hierbei, dass sie verlässlich sind. Das heißt, dass ich sie nicht spontan und nur sehr sporadisch durchführe, sonder wirklich regelmäßig und so oft wie möglich. Bücher sollen dadurch für die Kinder zu selbstverständlichen und ständigen Begleitern im Alltag werden.

  • Jedes Kind hat ein “Bankbuch”, also ein eigenes Buch unter der Bank, in dem es morgens liest, bevor ich komme oder tagsüber, wenn mal Zeit ist.
  • Es gibt nach der großen Pause eine 10-minütige Lesezeit, in der ich der Klasse vorlese. Dazu dürfen die Kinder eigene Bücher mitbringen. Gerade sind wir am “Guinnes World Records” und ich suche für die Kinder spannende Kurzartikel raus – sie lachen sich über die verrücktesten Rekorde schlapp. Oft lasen wir aber auch schon über Wochen die selbe Geschichte.
  • Lesezeit im Klassenzimmer: alle zwei Tage haben die Kinder eine Viertelstunde, um im Klassenzimmer zu lesen – im Bankbuch oder in einem Buch aus der Leseecke. Sie dürfen dabei auch im Flüsterton gemeinsam ein Buch anschauen und drüber sprechen.
  • Büchereistunde: einmal pro Woche verbringen wir eine Stunde in unserer Schulbücherei, hier dürfen die Kinder sich auch was ausleihen.

Weitere Ideen sind:

  • ein stiller Tagesbeginn mit einer Lesezeit im Klassenzimmer;
  • die regelmäßige In-Anspruchnahme von Bücherkoffern;
  • eine Lesestunde im Wochenplan, in der ausschließlich Leseverständnisübungen gemacht werden.

Könnt ihr ergänzen?

Leseförderung – regelmäßige und verlässliche Zeiten

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