AUS DEM ARCHIV

In Klasse 3 lasen wir “Das Vamperl” als Klassenlektüre und erstellten dazu ein Lesetagebuch. Ich hatte mich für das Lesetagebuch entschieden, weil wir zu dem Zeitpunkt noch keins geführt hatten und es im Bildungsplan ganz klar aufgeführt ist. In Klasse 4 plane ich dann zu einer Lektüre eine Leserolle und eine Lesekiste zu erstellen, weil ich von beidem ein ganz großer Fan bin.

(ZU MEINEM BEITRAG ÜBER DAS VAMPERL ALS KLASSENLEKTÜRE KOMMT IHR HIER ->)

Vor Jahren bin ich einmal auf die prall gefüllte Seite des Bildungsservers Berlin-Brandenburg zu Leseprozessen gestoßen und habe dort die Ideen zur Leserolle und zur Lesekiste erhalten. Schaut doch mal rein: www.bildungsserver.berlin-brandenburg.de

Dort finden sich neben den genannten Methoden noch viele weitere mit Erklärungen und Kopiervorlagen.

Die Leserolle habe ich damals in Klasse 6 und 7 ausprobiert zu einem Buch seiner Wahl. Damals hatten wir einen Bücherkoffer von einer Buchhandlung zur Verfügung gestellt bekommen und die Kinder arbeiteten selbständig über mehrere Wochen hinweg an ihren Lektüren und Leserollen. Immer wieder führte ich die Schüler in Plenumsphasen zusammen. Heraus kamen wirklich ganz tolle Produkte. Auch für die Grundschule halte ich die Leserolle für absolut umsetzbar. Sie ist allein schon durch ihre ungewöhnliche Form sehr motivierend.

Zurück zum Lesetagebuch. Wir haben DinA5-Hefte besorgt, ein Titelblatt gestaltet und in den inneren Umschlag ein Merkblatt geklebt, was in der Gestaltung des Lesetagebuchs zu beachten ist. Das sind zum Beispiel Dinge wie:

  • Ich beginne für jede Aufgabe eine neue Seite.
  • Ich nummeriere alle Seiten.
  • Ich schreibe immer den Titel der Aufgabe in die erste Zeile und unterstreiche ihn.
  • Ich schreibe gut leserlich.
  • Ich trage alle Aufgaben ins Inhaltsverzeichnis ein.

Auf der 1. Seite klebt dann das Inhaltsverzeichnis, also eine Tabelle, in die die einzelnen Aufgaben mit entsprechender Seitenzahl eingetragen werden. Natürlich könnte man dieses auch selbst anlegen lassen.

Die Arbeit an der Lektüre gestaltet sich wie folgt:

  • wir lesen immer mal wieder gemeinsam und es gibt Vorlesephasen, aber die Kinder lesen auch allein;
  • wir bearbeiten ab und zu Aufgaben gemeinsam, die meiste Zeit arbeiten die Kinder aber selbständig an einer Lerntheke zur Lektüre.

Parallel zur inhaltlichen Auseinandersetzung, die handlungs- und produktionsorientiert stattfindet, nehmen wir auch Grammatik und Rechtschreibung in den Blick, sowie das  Verfassen von eigenen Texten. Wir konzentrieren uns hier vor allem auf das Wiederholen der Groß- und Kleinschreibung, welche man auch wunderbar mit Hilfe der Lektüre trainieren kann. Da die Lektüre ein offenes Ende hat, schließe ich eine Einheit zum Weiterschreiben von Texten an.

Somit bietet sich auch das Durchführen unterschiedlicher Lernkontrollen an.

Da ich das Glück habe, in meiner Klasse nicht nur Deutsch, sondern auch viele andere Fächer zu unterrichten, kann ich parallel zur Lektüre die sachkundlichen Themen aufgreifen, die im Buch vorkommen, sowie das Ganze auch künstlerisch umsetzen, was ich total toll finde.

Lesetagebuch, Leserolle, Lesekiste

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