In weniger als 1 Woche geht es los – das neue Schuljahr! Wir sind mit die ersten, bei denen die Sommerferien enden. Dieses Jahr starte ich nach einem Jahr Elternzeit an einer neuen Schule. Und ich hab großen Respekt davor! Klar kenne ich meine Kompetenzen und weiß, dass ich das irgendwie hinkriegen werde. Und trotzdem: neue Kollegen, neue Schulleitung, neue Schüler, neue Umgebung, neue Abläufe, und und und! Dazu die Tatsache, dass mein Sohn nun den Rest meiner „Freizeit“ beansprucht und ich mich nicht mal eben am Mittag zu einem Schläfchen hinlegen und danach erst den nächsten Tag vorbereiten kann…

Ich bin so gespannt, ein bisschen nervös, und freue mich! An meiner alten Schule war ich 6 Jahre lang und weiß noch gut, dass es eine gute Zeit lang dauerte, bis ich alle Abläufe kannte und meinen Platz im Kollegium gefunden hatte. Mit der Zeit hat man sich dann etabliert. Das fängt nun von Neuem an und viele Dinge werden mit Sicherheit ganz anders sein als die letzten Jahre.

Mich interessiert, wie es euch bei einem Schulwechsel ging! Schreibt uns eure Erfahrungen und lasst uns uns zu diesem Thema austauschen. Mit welchem Gefühl seid ihr in die erste Woche gestartet? Wie lange habt ihr gebraucht, bis ihr euch „heimisch“ gefühlt hattet? Was kam anders als gedacht?

Bei mir persönlich kommt ja zum Schulwechsel auch die Tatsache dazu, dass ich jetzt ein Jahr „pausierte“ und nun sogar in unterhälftiger Teilzeit anfange – und das natürlich als Fachlehrerin – wobei ich die letzten Jahre immer mit vollem Deputat und Klassenleitung an meiner alten Schule tätig war. Auch auf diese Erfahrungen bin ich gespannt. Ich erinnere mich oft an eine ehemalige Kollegin, die mir mal sagte: „Mit eigenem Kind ist alles anders. Die Schule spielt nicht mehr die allererste Geige. Und das ist auch gut so!“ Ich kann mir gut vorstellen, dass man als Mutter mit einem kleinen Kind zu Hause ganz anders an die Arbeit in der Schule rangeht. In vielerlei Hinsicht. Auch hier interessieren mich eure Erfahrungen! Ich freue mich auf eure Kommentare.

Und wünsche schon heute allen, die wie wir in dieser Woche schon ihre erste Dienstbesprechung haben, einen guten Start ins neue Schuljahr!

Neue Schule – was sind eure Erfahrungen?

7 Gedanken zu „Neue Schule – was sind eure Erfahrungen?

  • 31. Juli 2018 um 10:03
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    Hallo Diana,
    ich hatte zwar keinen Schulwechsel, bin aber letztes Jahr nach der Elternzeit meines zweiten Sohnes auch wieder zurück in den Dienst – mit 20h. Nach meinem ersten Sohn war ich sehr unzufrieden mit meiner geleisteten Arbeit. Ich hatte nicht mehr so viel Zeit und Lust alles haarklein vorzubereiten. Laminieren, schnippeln und kleben – fand nicht mehr statt. Oft habe ich mir dann fertige Sachen herausgesucht bzw. auch mal Stunden mit dem Inhalt gehalten, der mit zwischen “Tür und Angel” einfiel. Etwas depriemierend! Nach dem zweiten Sohn wurde die Zeit natürlich auch nicht mehr. aber ich versuche mich nun besser zu organisieren…mal sehen ob es klappt. Mein Anspruch bleibt ja. Aber mit Kindern ist definitiv nicht leicht. Alle beide gehen jedoch bis 15 Uhr in die Kita, von daher bleibt mir Mittags immer noch ein bisschen Zeit für mich. Und das ist purer Luxus! Alles Gute für den neuen Schulstart.

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    • 2. August 2018 um 16:38
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      Liebe Julia, danke fürs Teilen! Ja solche Unterrichtsstunden zwischen Tür und Angel können wenig befriedigend sein… ich werde sowas ähnliches sicher auch erleben. Es dauert eben seine Zeit, bis man sich organisiert hat. Dir auch alles Gute

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  • 31. Juli 2018 um 17:09
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    Liebe Diana, nach der Geburt meines ersten Kindes, sind wir gegen Ende der Elternzeit in ein anderes Bundesland gezogen, da ich die langersehnte feste Stelle (29h) bekam. An der neuen Schule wurde ich sofort herzlich empfangen. Besonders die enge Arbeit im Jahrgang hat mir da geholfen (neues Bundesland, Brennpunktschule, Klassenlehrer nach einem Jahr “Auszeit”).
    Auch wenn du “nur” Fachlehrerin anfängst, suche die Kollegen mit den gleichen Fächern zum Austausch. :)
    Nach dem zweiten Kind wollte ich eher in den Job wieder rein (habe dadurch nur ein halbes Jahr pausiert). Den Unterricht plane ich immer am Abend, wenn die Kinder im Bett sind (oder immer mal zwischen durch am Wochenende). 😁 Am Tag finde ich vorher gar keine Zeit, da ich einen Arbeitsweg von ca. einer Stunde habe und die Kinder von mir immer erst gegen 16/16:30Uhr aus der KiTa abgeholt werden. Die Unterrichtsplanung ist nicht so ausführlich wie zu Ref.zeiten. Dennoch finde ich die Zeit, auch mal “besondere” Dinge herzustellen. Die Herstellung dauert halt länger; man muss sich besser organisieren.
    LG Bea

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    • 2. August 2018 um 16:40
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      Liebe Bea, schön, dass du die langersehte feste Stelle bekommen hattest! Eine Stunde Arbeitsweg ist viel und dein Tag ist mit zwei Kindern sicher oft anstrengend ;) ich bin auch gespannt, wie es mir ergehen wird. Alles Gute!

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  • 31. Juli 2018 um 23:09
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    Liebe Diana,
    ich habe bereits 2 Schulwechsel hinter mir. In beiden Fällen habe ich einen Versetzungsantrag gestellt, weil die Situation jeweils untragbar war. Die Wechsel verliefen sehr unterschiedlich.
    Bei dem ersten Wechsel war ich super nervös. 6 Jahre war ich an einer Schule und dann plötzlich woanders neu anfangen – das war ein ganz komisches Gefühl. Zumal es vor den Sommerferien keinen nennenswerten Kontakt oder Austausch gab. Es war also nach den Ferien ein Sprung ins kalte Wasser. Auch wenn ich mit einer Kollegin gemeinsam gewechselt habe, war es recht anstrengend und ich habe anfangs unruhige Nächte gehabt. Angekommen bin ich dort jedoch nie. Das Kollegium war wenig herzlich, kaum offen und Teamarbeit gab es gar nicht. Man arbeitete gegeneinander und konnte weder der SL noch jedem Kollegen trauen. Schlimm. Es kamen noch etliche andere Probleme hinzu. Nach letztlich 3 Jahren konnte ich nicht mehr, musste mich erneut versetzen lassen.
    Dieses Mal meinte es das Schicksal gut mit mir. Der neue SL nahm sich schon vor dem Neustart Zeit zum Kennenlernen. Meine Parallelkollegin habe ich bereits in den Sommerferien getroffen und wir haben uns ständig über Whatsapp geschrieben :-) Die Vorfreude auf eine gemeinsame Arbeit war schon in den Ferien riesig auf beiden Seiten. Mit dem Kollegium passte es sofort und ich habe mich wirklich willkommen gefühlt. Schon nach ein paar Wochen fühlte ich mich als vollwertiges Teil des Teams und konnte mich entfalten. Ich konnte endlich wieder ich selber sein, hatte keine schlaflosen Nächte. Nun bin ich ein Jahr dort. Es fühlt sich viel länger an, weil es einfach gepasst hat und alles schnell zu “meiner Schule” wurde.
    So unterschiedlich kann es sein. Ich drücke dir und allen anderen Wechslern die Daumen, dass es ein guter Start wird!
    LG, Nicole

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    • 2. August 2018 um 16:43
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      Liebe Nicole, deine letzte Schule hört sich wirklich schlimm an. Krass, dass du es drei Jahre dort durchgestanden hast. Umso schöner, dass du dann „deine Schule“ gefunden hast und dich dort so wohlfühlst 😊 man weiß echt nie, was einen erwartet, wenn man wechselt… Alles Gute!

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  • 4. August 2018 um 20:37
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    Ich habe mich in der Elternzeit mit K2 umorientiert und bin vom Gymnasium zur GS gewechselt und habe dann mit einem 15 monatigen und einem 34 monatigen Kind an einer neuen Schule in einer neuen Schulart mit täglich insgesamt 160 Pendelkilometern angefangen. Das Kollegium war äußerst kritisch, ich war die erste „Quereinsteigerin“ (inzwischen sind 90% der Neueinstellungen Quereinsteiger ohne pädagogisches Wissen).
    Nächste Woche schule ich meine erste eigene erste Klasse ein – nach 16 Monaten Auszeit: K3 wollte noch zu uns. ☺️ Ich bin gespannt, wie ich diese 75%Stelle, drei Kinder, Haushalt, Hobbys, Pendelei,… unter einen Hut bringe. Gleichzeitig bin ich entspannt, man wird effizienter, organisierter, gibt mehr an die Kinder ab (im Sinne von: mehr Selbständigkeit), man überlegt lieber zweimal, ob man neues Material erstellt, laminiert und ausschneidet oder ob sich aus vorhandenem das beste rausholen lässt. Wenn nicht, dann lässt sich auch bei Netflix am Abend wunderbar chillaxen und Laminieren.
    (Nur dass nächstes Jahr der Große und das Jahr darauf das Mittelkind eingeschult werden, lässt mir den Angstschweiß auf die Stirn treten. 😃)

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