Plötzlich versetzt

Heute melde ich mich endlich aus der “Versenkung” – aus den Ferien – zurück, und das zunächst mit einem persönlichen Post. In den nächsten Tagen wird es dann mit Artikeln rund um den Unterricht wie gewohnt weitergehen.

Das Schuljahr hat bei uns bereits begonnen, die ersten Tage liegen hinter uns. Wer meinen Blog verfolgt, der weiß, dass ich am Ende des letzten SJ noch nicht wusste, wo es mich hinverschlägt. Die alte Schule hatte keinen Bedarf für mein erhöhtes Deputat. Ich sah dem Ganzen aber positiv entgegen. Bis zu dem Tag in der letzten Ferienwoche, als ich einen Anruf bekam.

Mir wurde die Versetzung an eine andere Grundschule mitgeteilt. Erstmal soweit, so gut, denn der Fahrtweg dorthin ist für mich recht kurz und gut zu fahren. Doch als ich meinen Einsatz hörte, musste ich doch schlucken:

Sie dürfen eine erste Klasse einschulen und leiten.“, hieß es. Damit hatte ich wahrlich nicht gerechnet!!! Wenn ich es ganz sachlich betrachte, macht mir das nichts aus, weil ich es schon mal gemacht habe und oft in einer ersten Klasse tätig war. Auch finde ich die Arbeit mit den Schulneulingen immer besonders spannend und gewinnbringend. Aaaaaber alle, die schon mal eingeschult haben, wissen, welch eine Mammutaufgabe das ist! Eine, auf die man sich normalerweise monatelang vorbereitet. Und ich hatte eine Woche. Noch nicht mal.

Das Klassenzimmer einzurichten, alles mit Namen zu beschriften, und und und ist normalerweise einer der großen Zeitfresser der Vorbereitung. Hier musste ich große Abstriche machen, schaffte nur das Nötigste. Parallel dazu ging es an die Materialsichtung. Die Lehrwerke, mit denen ich nun arbeite, kenne ich bisher noch nicht, sodass ich mich da ganz neu einfinden muss. Neues Schulgebäude, neues Kollegium, neue Leitung, neue Strukturen, neue Wege – das alles am Rande. Stundenplanorganisation, und am ersten Tag schon die erste Elternarbeit.

Mangelnde Flexibilität kann man uns in unserem Job wahrlich nicht vorwerfen!

Ich stecke also schon mehr als mittendrin im Schulalltag und seit dem Anruf schwirrt mir der Kopf mit hunderttausend Dingen, die ich machen könnte/sollte/müsste und an deren Planung ich ran muss. Alles geht nicht – zumal ich ja noch ein kleines Kind zuhause habe – und ich mache es nun so gut es eben geht. Es ist eine große Klasse, was auch eine echte Herausforderung darstellt. In den letzten Durchgängen hatte ich da mit Schülerzahlen unter 20 mehr Glück. Ich halte euch auf dem Laufenden, und wünsche allen einen guten Start ins neue Schuljahr!

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4 Antworten

  1. Anonymous sagt:

    Hallo, ich wünsche dir alles Liebe und viel Kraft. Aus eigener Erfahrung kann ich mir gut vorstellen, wie es dir geht. Auch ich hatte in der letzten Ferienwoche schon einen solchen Anruf. Die Kollegin war schwanger, und so durfte ich statt der angenommenen 3. eine 1. Klasse übernehmen. Natürlich auch an einer neuen Schule. Weit weg von meinem letzten Arbeitsort. Zwar noch ohne Kind, aber mit Umzug und so weiter. Zum Glück hatte ich eine nette Parallelkollegin und habe mich einfach auf die Lehrwerke, die ich natürlich auch nicht kannte, verlassen. Es lief! Zwar war es am Anfang wirklich stressig und manchmal auch frustrierend, weil ich meine schönen Ideen aus Zeitmangel nicht umsetzen konnte, aber geschafft habe ich es doch.
    Alles Gute für dich!
    Nadja

    • Diana sagt:

      Danke, Nadja! Schön zu hören, dass du genau sowas schon gemeistert hast! Inklusive Umzug ist das natürlich aber auch eine krasse Sache! Dir auch alles Gute

  2. Alex sagt:

    Ich wünsche dir einen guten Start mit den Neuen an der neuen Schule.
    Wir Grundschullehrerinnen möchten es den Kleinen ja immer besonders schön machen,
    aber die Erfahrung zeigt, dass es auch mit weniger geht.
    Ich glaube, wichtig ist, dass du auch auf dich guckst und wenn es dir gut geht, dann geht es auch deiner Klasse gut. Also ruhig mal ein Bildchen /AB weniger und dafür eine entspanntere Lehrerin.
    Ganz viel Spaß und ein gutes Zeitmanagement wünscht dir, Alexandra (aus dem hohen Norden)

    • Diana sagt:

      Dankeschön liebe Alexandra :-) Da hast du ganz genau recht, die Kinder können ja nichts dafür und ihnen möchte ich natürlich einen schönen Schulstart bereiten!

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