Popmusik in Klasse 4: ein Miniprojekt

Die 4. Klasse habe ich in Musik neu übernommen und da dachte ich mir, starte ich mit etwas, was den Schülern höchstwahrscheinlich gut gefällt: einem Miniprojekt zur Popmusik.

Wir starteten mit einem Brainstorming, um das Vorwissen abzuklappern. Dann hörten wir einige Hörbeispiele von aktuellen, aber auch von älteren Popliedern. Im Gespräch konnten die Schüler schnell ein paar Merkmale der Popmusik herausfinden, zum Beispiel, dass die Texte sehr oft von Liebe, Herzschmerz und Freundschaft handeln. Weitere Merkmale gab es von mir als Input mit dazu, inkl. ein paar Infos zur Entstehungsgeschichte.

In einem nächsten Schritt beschäftigten wir uns mit Rhythmus-Instrumenten und probierten verschiedene als Begleitung zu Popliedern aus. Hierbei durften die Kinder auch mal in Gruppen arbeiten, mal alleine, mal im Klassenverband und sich austoben. Natürlich sangen wir auch dazu, ab und zu wurde getanzt. Wir haben den großen Vorteil, dass wir in dieser Stunde fast die einzigen im Schulhaus sind und uns gut ausbreiten können, ohne jemanden zu stören – denn für sowas braucht man viel Platz und Ruhe für die einzelnen Akteure.

Zuletzt wählten wir zwei verschiedene aktuelle Popsongs aus, die den Schülern gut bekannt waren und mit denen wir uns dann näher beschäftigten (Takt, Schnelligkeit, Strophen, Refrains, Texte, Melodie, …). Als Abschluss bekamen die Schüler die Aufgabe, sich in Gruppen zusammenzufinden und sich auf eins der beiden Lieder zu einigen, um es einzustudieren. Dabei mussten sie:

– den Text üben (erst lesend, dann singend);
– den Text ggf aufteilen – wer singt was? Singen wir alles zusammen?;
– Rhythmus-Instrumente aussuchen, mit denen sie sich begleiten wollten;
– entscheiden, wer wann spielt und wie und dabei verschiedenes ausprobieren;
– die Performance proben und schließlich aufführen.

Ich stand dabei ständig als Berater zur Verfügung und gab vor allem bei dem Einsatz der Instrumente immer mal Tipps.

Insgesamt probten die Schüler 3 Stunden ihren Auftritt, verwarfen auch manchmal Ideen und modellierten ihre Performance. Schließlich führten alle ihre Performance vor der Klasse auf, einige sogar mit kleiner Choreographie. Die Ergebnisse waren verblüffend!

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