Schulhausübernachtung als Abschluss

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Wie das geht, fragt ihr euch? Ganz einfach – delegieren, delegieren, delegieren. Und zwar an Eltern und Kinder. Funktioniert wunderbar, wenn man ein paar engagierte Eltern in der Elternschaft hat. Und die hab ich!! Und bin sehr dankbar dafür. Ansonsten: wenig Materialaufwand betreiben und selbst Ruhe bewahren.

Gegen Ende des Schuljahres oder auch Schulhalbjahres gibt es genug zu tun: Zeugnisse müssen geschrieben, Noten gemacht, Notenkonferenzen gehalten, Projekttage durchgeführt, Klassenzimmer aufgeräumt, Materialien verräumt, Eltern informiert werden und und und. Da habe ich in der Regel weder besondere Motivation, noch besonders viel Zeit, eine galaktische Schulhausübernachtung zu planen. Und trotzdem kann sie ein voller Erfolg werden! 

Folgendes gibt es zu bedenken:
– Wann treffen wir uns wo und wann werden die Kinder wieder abgeholt?
– Wer ist die zweite Aufsichtsperson? Eltern oder Kollegen?
– Welche Eltern, die in der Nähe wohnen, sind rund um die Uhr telefonisch erreichbar, falls ein Notfall auftritt?
– Wie gestalten wir das Programm?
– Was essen wir?
– Was bringen die Kinder mit? Was ist verboten?
– Wie stehe ich zum Gebrauch von Handys oder Tablets? (Ich persönlich schließe elektronische Geräte von vornherein aus.)
– Welche Regeln gelten für die Übernachtung?
– Sind Hausmeister und Schulleitung informiert?

Bei unserer letzten Übernachtung hatten wir uns am Nachmittag in der Schule getroffen, um unsere Schlafstätten zu richten. Anschließend wanderten wir gemeinsam mit Eltern und Geschwistern zu einem Grillplatz, wo bereits zwei Eltern den Grill gerichtet hatten. Alle trugen etwas zum Buffet bei. Wir grillten, unterhielten uns gut und die Kinder konnten sich austoben. Gegen Abend wanderten wir an die Schule zurück und verabschiedeten uns von den Eltern.

Zurück im Klassenzimmer versuchte ich die aufgedrehten Kinder erst nochmal runterzuholen. Wir setzten uns erstmal auf unsere Schlafsäcke und besprachen den Ablauf und die Regeln, die an dem Abend galten. Dann gestalteten wir Abschiedsgeschenke für die Kinder, die im nächsten Schuljahr nicht mehr bei uns sein würden.

Mittlerweile war es schon ca. 21 Uhr. Die Kinder durften dann noch in gemäßigter Lautstärke mitgebrachte Spiele spielen. Gegen 22 Uhr machten sie sich Bettfertig und wir löschten das Licht. Nun las ich noch zwei Gruselgeschichten vor und anschließend – um die Gemüter wieder etwas zu beruhigen – zwei lustige Geschichten. Mittlerweile waren die Kinder schon sehr leise und müde geworden. Sie durften dann noch in ihrem Schlafsack mit der Taschenlampe in eigenen Büchern lesen. Viele schliefen aber auch schon gegen 23 Uhr. Um halb zwölf war alles ruhig und wir hatten alle eine sehr ruhige und tatsächlich auch erholsame Nacht.

Am Morgen war es richtig toll, mit den Kindern gemeinsam aufzuwachen. Wir räumten auf, frühstückten zusammen und verabschiedeten uns dann. Rundum gelungen und wirklich stressfrei.

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