Über das Thema Teilzeit oder Vollzeit habe ich schon einmal geschrieben und damit viel Resonanz von euch bekommen. Ihr könnt den Beitrag und die vielen Kommentare dazu hier nochmal nachlesen: KLICK ->

Ich habe bisher immer Vollzeit gearbeitet und war dabei immer Klassenlehrer – einmal sogar in doppelter Funktion. Das hieß dann wirklich arbeiten rund um die Uhr. Ihr kennt das. Aber es war ok so, ich hab’s gern gemacht und ich hatte ja auch noch keine Kinder.

Nun bin ich nach einem Jahr Elternzeit in unterhälftiger Teilzeit wieder eingestiegen. 10 Stunden – noch weniger als im Referendariat, das wird ja ein Klacks, dachte ich mir im Voraus. Und nach der ersten Woche muss ich wirklich sagen, es ist sehr angenehm, nur ein paar Stunden zu arbeiten! Zumal auch nur an drei Tagen, sodass ich immer noch vier Tage pro Woche daheim bin. Klassenlehrerfunktion fällt dabei erstmal raus, was mir seeeehr viel Arbeit erspart. Andererseits bin ich natürlich als Fachlehrerin mit so wenigen Stunden auch immer nur 1-2 Stunden in einer Klasse, was die Lage in manchen Klassen erschweren kann. Diesbezüglich bin ich aber guter Dinge.

Worüber ich mir vorher nicht so viele Gedanken gemacht hatte und was mir jetzt erst richtig klar wurde: meine Unterrichtsverpflichtung mag zwar gering sein, aber alles andere muss ich zu 100% erfüllen! Heißt, natürlich muss ich trotzdem zu allen Elternabenden, Veranstaltungen, Meetings und Konferenzen gehen, welche sich wirklich am Schuljahresbeginn auch häufen.

Was ich so nicht erwartet hatte, war das Gefühl, das ich hatte, als ich wieder vor einer Klasse stand. 14 Monate hatte ich nicht gearbeitet und hatte natürlich ein bissssschen Bammel vor dem ersten Schultag. Zumal ich ja die Schule gewechselt habe und nicht wusste, was auf mich zukommt.

Aber als ich die erste Klasse begrüßte, fühlte ich mich sofort wieder in meinem Element und alles war wie immer! Ich hatte viel Spaß dabei und da man während des Unterrichts von allen Schülern pausenlos in Beschlag genommen wird und an so vieles denken muss, hatte ich auch so gut wie gar keine Zeit, an meinen Sohn zu denken und ob er wohl gut unter ist ;-) das hat mich sehr überrascht! Klar galt die erste freie Minute meinem Sohn und ich rief erstmal bei Oma an, ob alles gut ist. Aber dem Sohnemann ging es blendend und Mama hatte noch Zeit, sich vorzubereiten.

Also bin ich im Moment alles in allem sehr positiv gestimmt, motiviert und freue mich auf die kommende Arbeitszeit. Liebe Mamis von kleinen Kindern unter euch, arbeitet ihr in Teilzeit? Wie war euer Einstieg?

 

 

Teilzeit nach Elternzeit

8 Gedanken zu „Teilzeit nach Elternzeit

  • 14. August 2018 um 9:04
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    Guten Morgen,
    wir haben noch Ferien, von daher kann ich auf deinen Beitrag mit meinem Kaffee vor mir gemütlich antworten. Ich bin für ein Halbjahr mit 12 Stunden an 3 Tagen eingestiegen und es wurde auch gern gesehen, wenn ich zu allen außerunterrichtlichen Verpflichtungen erschien. Das hat man sich ja dann auch nicht auf sich kommen lassen. Insgesamt fänd ich es für mich rückblickend schwierig, nur an 3 Tagen in der Woche da zu sein und die anderen 2 Tage nichts mitzubekommen. Da wir ein mittelgroßes Kollegium sind, wird viel in der Pause besprochen und obwohl mir die wichtigen Dinge immer weitergegeben wurden, hatte ich häufig doch das Gefühl von ” Was? Hast du das denn nicht mitgekriegt?”
    Im kommenden Schuljahr starte ich mit 70% und ich bin gespannt wie ich den arbeitstechnischen und emotionalen Spagat zwischen Schule und meinem Kleinen schaffe. Doch unter dieser Stundenzahl hätte ich trotzdem eine Klassenleitung und den gleichen Aufwand wie Elternsprechtage, Fortbildungen, Ausflüge, Klassenfahrt… von daher habe ich mich für diese Stundenzahl entschieden.
    Ich bin gespannt, was du berichtest. Halte uns gerne auf dem Laufenden. Eine gute Zeit, viel Freude mit deinen Schülern und Kuschelzeit zuhause.
    Liebe Grüße. KLECKERMOTTE

    Antworten
  • 14. August 2018 um 9:34
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    Guten Morgen!
    Ich hab immer Vollzeit gearbeitet! Mein Sohn kam in den Kindergarten als ich das Ref angefangen hab… Da hat mein Mann mich sehr unterstützt! Und danach wollte ich einfach arbeiten, mit eigener Klasse und so weiter! Vollzeit nach dem Ref empfand ich als große Erleichterung, ich hatte meine eigene Klasse, konnte hier Routine lernen und mich voll auf meine Kids einlassen! Mein Sohn geht mittlerweile selbst in die Schule und ist nachmittags im Hort- Großeltern wohnen nicht in der Nähe…
    Es klappt gut bei uns, auch weil mein Mann flexibel arbeitet und wir uns alles teilen (anders geht es nicht, wenn beide Vollzeit arbeiten!).
    Ich bin gespannt, was andere hier erzählen!

    Glg Tamano

    Antworten
  • 14. August 2018 um 10:48
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    Hallo ;-)
    10 Stunden klingt natürlich super. Ich gehe 20 Stunden, meine zwei Jungs sind 2 und 4.
    Mein Stundenplan ist ok. Auf Wünsche wurde weitestgehend Rücksicht genommen. Blöd sind solche Tage, wie Projektttage. Die finden meist von der ersten bis zur sechsten Stunde und häufen sich zum Ende des Schuljahres. Eigentlich gelten diese Stunden nicht als Mehrarbeit, ich achte aber sehr darauf, dass sich das bei mir ausgleicht und ich an anderen Tagen dann etwas verrechnen kann. Da wir keine pädagogischen Mitarbeiter bei uns haben, die normalerweise die Schwimmkinder zur Schwimmhalle begleiten, muss ich diese Aufgabe im nächsten Halbjahr übernehmen, da es meine Klasse ist, welche Schwimmunterricht ist. Das sind 2h pro Woche mehr, die nicht einmal angerechnet werden, da sie als Aufsichtszeit gelten. Das bringt mich fast auf die Palme, aber ich kann leider nichts dagegen tun. Es ist nur sehr, sehr nervig. Genieße deine 10h trotzdem.
    Lg

    Antworten
  • 14. August 2018 um 13:52
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    Hallo!

    Und nein, du musst nicht alles andere 100% machen! Die Schulleitung hat, zumindest in NRW, dafür zu sorgen, dass du anteilig deines Stundenumfangs entlastet wirst. An unserer Schule gibt es dafür z.B. eine Teilzeitvereinbarung, in der das auch aufgelistet ist. Auch bei den Konferenzen musst du nicht voll anwesend sein. Es gibt da verschiedene Modelle: nur am Anfang, jede zweite, zwingend bei Versetzungskonferenzen…. Elternsprechtage auch nur anteilig deiner Stunden. usw.
    Ist, wenn du die erste oder einzige bist, sicher etwas Kampf, aber du wirst ja auch nur für die Hälfte bezahlt!

    LG, Sabine

    Antworten
  • 14. August 2018 um 14:47
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    Vielen Dank für deinen Bericht!
    Bei mir sind Kinder zwar noch in weiter Ferne, trotzdem ist es interessant zu hören, wie sich das Ganze gestalten lässt :)

    Antworten
  • 14. August 2018 um 16:32
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    Huhu,
    10 Stunden klingt sehr entspannt!

    Ich hab 2 Jungs (4,5 und 2 Jahre alt) und habe immer voll (27 h am Kind) gearbeitet. Nach der Elternzeit mit dem 2. hatte ich an Teilzeit gedacht, aber irgendwie gings dann auch so.
    Manchmal ist der Spagat zwischen Schule und Kindern nicht ganz leicht. Vor allem, weil bei meinem Mann und mir jeweils 30-45 min Arbeitsweg noch hinzukommen. Für das neue Schuljahr habe ich mir vorgenommen gleich nach dem Unterricht noch mehr Vor- & Nachbereitungen zu machen, bevor ich die Jungs hole. Damit die Abende nicht zu lang werden. Die eigene Erholung (so blöd das klingt) geht sonst zu oft flöten & das zehrt…
    Blöd nur, dass irgendwie IMMER wer zum Quatschen im Lehrerzimmer ist… ;P
    Liebe Grüße
    Kika

    Antworten
  • 14. August 2018 um 22:29
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    Huhu, ich habe meinen ersten Sohn im Referendariat bekommen und hätte es ohne die Hilfe von meinen Eltern wohl nicht geschafft. Leider ist mein Mann beruflich unter der Woche nicht da, so dass ich mit den Kids ganz alleine bin. Nach dem Ref war ich dann 1,5 Jahre voll arbeiten, bis das zweite Kind kam. Als Klassenlehrer und alleine zu Hause ohne Unterstützung… Das ging an meine Kapazitäten. Deshalb fange ich jetzt nach der zweiten Elternzeit mit 20 Stunden wieder an. Und trotzdem habe ich Bangel. Der kleine Mann wird in der Nacht noch ziemlich oft wach. Zeitig ins Bett gehen wird wohl nicht klappen, da der Abend die einzige Zeit für Unterrichtsvorbereitungen ist. Ich hoffe also ganz dolle, dass sich das Schlafproblem bei uns bald ein bisschen bessert. Liebe Grüße

    Antworten
  • 15. August 2018 um 15:31
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    Hallo,
    mir geht es fast genau so.
    Ich bin nach 15 Monaten Elternzeit nach den Sommerferien wieder mit 10 Unterrichtsstunden verteilt auf 2 Tage eingestiegen. Das reicht für mich persönlich für den Anfang vollkommen aus, aber die erste Stunde nach der Elternzeit hat sich für mich auch so angefühlt, als wenn ich nie weg gewesen wäre! :-)
    Liebe Grüße,
    Julia

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