Das 4. Schuljahr hat so viele große Bausteine, die mir beim ersten Mal ziemliche Bauchschmerzen bereiteten. Dazu gehören unter anderem die Familien- und Geschlechtserziehung (über diese Einheit habe ich hier bereits geschrieben) und die Verkehrserziehung.

Im Voraus stellten sich mir viele Fragen, wie zum Beispiel:

  • Wann soll ich die Theorie zur Verkehrserziehung behandeln?
  • Welches Material habe ich dafür?
  • Wann findet das Verkehrstraining statt? Wie melde ich mich dafür an?
  • Werde ich die Theorie-Prüfung vorher sehen? Was passiert, wenn jemand durchfällt, weil wir irgendwas nicht behandelt haben?

Vielleicht geht es dem ein oder anderen von euch ähnlich. Deshalb möchte ich eine kleine Serie zur Verkehrserziehung starten. Im ersten, heutigen Teil, schildere ich ganz grundlegend, wie das Ganze bei uns ablief. In folgenden Beiträgen gebe ich Tipps zu Material und Übungen.

Also, die Anmeldung zum Verkehrstraining geschah schon Ende des 3. Schuljahres. Dazu kam unsere Sekretärin auf mich zu. Wer also eine 4. Klasse neu übernimmt, fragt am besten im Sekretariat nach – die Anmeldung wurde bestimmt schon gemacht! Auch die Fragen nach der zeitlichen Einordnung ins 4. Schuljahr war an unserer Schule schnell beantwortet. Das nächstliegende Polizeirevier, das das Verkehrstraining durchführte, bestimmte die Termine und unsere Schule bekam immer die gleichen Blöcke zugewiesen. Ich wusste also ungefähr, dass wir zwischen Ostern und Sommerferien das Training haben würden. Die genauen Termine bekam ich dann Anfang des zweiten Halbjahrs von unserer Sekretärin. Somit musste ich die vorläufige Jahresplanung nochmal anpassen.

Mit der Anmeldung und der Zuteilung der genauen Termine erhielt ich auch den Kontakt zum Ansprechpartner, der das Training leiten würde. Diesen konnte ich also vorher anrufen und mit ihm abklären, welche theoretischen Inhalte ich noch vor dem 1. Training mit den Kindern besprechen sollte.

Ich startete letztlich also ca. 1 Woche vor dem Verkehrstraining mit der Theorie. Parallel arbeiteten wir jedoch im Sachunterricht auch noch an einem anderen Thema. Die Verkehrserziehung schob ich dann mind. 4 mal pro Woche ca. 20-30 Minuten ein, damit auch eine ständige Wiederholung gewährleistet wurde. Insgesamt behandelten wir die Verkehrserziehung 5-6 Wochen. In diesem Zeitraum erstreckte sich auch das Training und schließlich die Prüfung.

Vor dieser Einheit veranstaltete ich einen Elternabend, an dem dich zum Einen über die Familien- und Geschlechtserziehung und zum Anderen über die Verkehrserziehung informierte. Damit verbunden war auch der Appell an die Eltern, dass es schön wäre, wenn jedes Kind bereits ein eigenes Fahrrad zum Üben hätte und die Bitte, dass dieses Fahrrad auf seine Verkehrssicherheit überprüft werden sollte. (Natürlich muss man dabei berücksichtigen, dass nicht alle Familien sich ein Fahrrad leisten können – und für das Verkehrstraining an sich war es auch nicht erforderlich, da dort Fahrräder gestellt wurden). Das Einzige, was jeder zum Training selbst mitbringen musste, war neben wetterfester Kleidung und festen Schuhen der Fahrradhelm.

Ebenfalls am Elternabend organisierten wir die Begleitung – zu jedem Verkehrstraining musste uns ein Elternteil begleiten. Da die Termine bekannt waren, konnten wir bereits Freiwillige zuteilen.

Im den nächsten Beiträgen stelle ich euch passendes Material und mögliche Übungen vor.

Falls euch die Einheit Verkehrserziehung bevorsteht und ihr konkrete Fragen dazu habt, dann stellt sie gerne hier und ich versuche sie zu beantworten.

 

Verkehrserziehung – grundlegende Überlegungen

Ein Gedanke zu „Verkehrserziehung – grundlegende Überlegungen

  • 21. April 2018 um 14:05
    Permalink

    Liebe Diana,
    ich habe dieses Jahr das erste mal das Thema “Verkehrserziehung” in einer 4. Klasse behandelt und war dementsprechend auch etwas aufgeregt :-)
    Diese Woche haben nun alle Kinder der Klasse die schriftliche und praktische Radfahrprüfung bestanden und ich bin sehr erleichtert, dass wir diese Einheit somit erfolgreich abgeschlossen haben!
    Von meiner Kollegin habe ich am Ende des letzten Schuljahres einen tollen Tipp bekommen:
    sie macht immer bereits gleich Beginn des 4. Schuljahres eine Kurzeinheit (3-4 Std) zu den Verkehrszeichen. So haben die Kinder die Zeichen schon einmal gesehen und können in den folgenden Wochen/Monaten, bis die eigentliche Einheit zur Verkehrserziehung anfängt, mit einem aufmerksameren Blick auf die Verkehrsschilder herumlaufen bzw. -fahren. Ich fand diesen Tipp sehr wertvoll und bin froh, dass ich ihn in meiner Klasse umgesetzt habe. Auch von einigen Eltern meiner Schüler/innen habe ich nach der Kurzeinheit die Rückmeldung bekommen, dass ihre Kinder beim Autofahren ganz aufmerksam nach Verkehrsschildern geschaut haben und dadurch mit ihren Eltern immer wieder über deren Bedeutung ins Gespräch gekommen sind :-)

    Vielleicht kann jemand diesen Tipp ja auch für seine zukünftigen 4. Klassen gebrauchen!

    Liebe Grüße
    Sabine

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