Es ist die Zeit der Veränderungen, in vielerlei Hinsicht… beruflich steht für mich ein Wechsel der Schule bevor. Nur ein Jahr war ich jetzt an meiner neuen Schule und obwohl ich zuvor Bammel vor dem Wechsel hatte, habe ich mich erstaunlich schnell zurechtgefunden, eingelebt und wohlgefühlt. Einen großen Beitrag dazu haben eine tolle Chefin und ein super Kollegium geleistet.

Ich hatte aber nur wenige Stunden, mit denen ich an der Schule ein paar Lücken füllen konnte. Da ich zum neuen Schuljahr aber erhöht habe, gibt es den Bedarf nicht mehr – und so muss ich weiterziehen.

Das Ende des Schuljahres kam so schnell, vor zwei Wochen dachte ich noch: “Jetzt beginnen die letzten Wochen hier an der Schule…”, und nun bin ich schon in den Ferien und wurde verabschiedet. Ich mag das Gefühl nicht! Auch wenn ich mit guten Erinnerungen weggehe.

Ich weiß nicht, wie es weitergeht. Und wie es aussieht, bringt es überhaupt gar nichts, mir darüber Gedanken zu machen, denn ich werde voraussichtlich erst ganz kurzfristig zu Schuljahresbeginn erfahren, wo es mich hinverschlägt. Ich bin neugierig, wem von euch es auch schon so ergangen ist oder wem es sogar gerade so ergeht?

Es ist einer der Aspekte, der an unserem Beruf, sofern man verbeamtet ist, immer wieder und ständig unklar sein und uns Bauchschmerzen verursachen kann. Soll mal einer sagen, wir sind nicht flexibel… aber was bleibt uns anderes übrig? Ich versuche, positiv zu denken und zu hoffen, dass ich noch einmal Glück habe.

Allen, die wie ich schon in die Ferien gestartet sind, wünsche ich erholsame und schöne Ferien und allen anderen ein gutes Durchhalten in den letzten Wochen!

Eure Diana

Versetzung / Abordnung / …

5 Gedanken zu „Versetzung / Abordnung / …

  • 3. Juli 2019 um 12:05
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    Liebe Diana,

    toll, dass du deine Situation so offen mit uns teilst! Ich bin sonst eher stille Mitleserin. Mir ist es bisher noch nicht so ergangen. Aber einfach stelle ich es mir nicht vor, zumal ich gerne alles im Vorfeld weiß, mich darauf vorbereiten möchte usw. Mich stört es schon den Stundenplan immer erst am Ende der Ferien zu bekommen – eigentlich total unwichtig, aber trotzdem.
    Ich finde es super, dass du so positiv eingestellt bist und denkst!
    Genieße trotzdem deine Ferien!

    Viele liebe Grüße aus Niedersachsen.

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    • 3. Juli 2019 um 16:47
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      Danke :) ja es wundert mich selbst ein bisschen, normalerweise bin ich genau der Typ, den du auch beschreibst. Aber mir bleibt halt nichts anderes übrig, denke ich ;-) daher Augen zu und durch. Dir auch schöne Ferien!

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  • 3. Juli 2019 um 13:37
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    Liebe Diana,

    ich kenne dieses Gefühl, das du beschreibst, sehr gut. Vier Jahre lang war ich in BaWü als Krankheitsvertretungslehrerin eingesetzt. Im Sommer immer arbeitssuchend und dann hoffen, dass sich möglichst schnell eine neue Schule findet, an der Bedarf ist. Meistens ging das auch relativ schnell nach den Sommerferien los, aber du weißt halt nie, wo du hinkommst, hast keine Vorbereitungszeit, weißt nie, welche Klassenstufen/Fächer du unterrichten sollst… Da wird ganz schön viel Flexibilität von einem erwartet… An meine jetzige Schule kam ich auch als Krankheitsvertretung. Bescheid bekam ich am letzten Ferientag, erstes Vorstellen in der Schule am Dienstag drauf – erste Klasse -, Mittwochabend gleich der erste Elternabend (also am Tag nach dem kurzen Kennenlernen). Ich musste das Klassenzimmer der erkrankten Lehrerin noch komplett ausräumen, da diese wohl keine Energie mehr dafür hatte. Selbst die Bilder hingen noch an den Wänden… Es sammelte sich Zeug von über 15 Jahren in diesem Klassenzimmer. Da gab’s kein langes Überlegen – einfach nur noch machen und funktionieren. Inzwischen bin ich im achten Jahr an dieser Schule (wurde dann nämlich aufgrund meiner vier KV-Jahre doch endlich verbeamtet) und im vierten Jahr sogar die Konrektorin. Es fügt sich dann schon irgendwie alles. Aber knackig war’s schon. Und wenn ich das jetzt alles so Revue passieren lasse, finde ich es im Nachhinein schon erstaunlich, wie man das alles so bewerkstelligt hat. Fahrtzeit hatte ich täglich auch zwei Stunden und ein volles Deputat. Krass. Dann muss ich mich wohl jetzt mal selber loben :)
    Dies jetzt einfach mal mein Beitrag. Tat gut, es mal wieder ins Bewusstsein zu rufen. Man vergisst sowas ja auch schnell wieder, weil’s einfach laufen muss und fürs Jammern keine Zeit ist/bleibt. Danke für die Möglichkeit und die Erinnerung an eine anstrengende, aber auch schöne Zeit. Ich durfte viele Schulen/Kollegien/Leitungen/Kinder/Eltern/Systeme kennenlernen. Es hat mich glaub schon sehr flexibel gemacht, sodass mich so schnell nix aus der Bahn wirft und Neues mir keine Angst macht. Im Gegenteil: Es wird eigentlich auch mal wieder Zeit für einen Wechsel und eine neue Herausforderung. Hier kenne ich ja bereits alles ;)

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    • 3. Juli 2019 um 16:48
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      Liebe Jule, wow, was du da beschreibst, ist genau der riesige Batzen Arbeit, der einen fast erschlagen kann – und den man dann einfach abarbeiten muss, komme was wolle (für’s gleiche Gehalt, versteht sich…). Toll, dass du alles so gut durchgezogen hast und das Positive aus dieser Zeit mitnehmen konntest! Liebe Grüße

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  • 3. Juli 2019 um 18:37
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    Liebe Diana,
    ich bin eigentlich auch eher eine stille Mitleserin. Da ich aber dein Schicksal teile, melde ich mich mal zu Wort. Ich bin Fachlehrerin Sonderpädagogik und vor zwei Jahren bekam ich donnerstags in der letzten Sommerferienwoche einen Anruf vom Schulamt, ob ich mir vorstellen könnte, ab Montag in einer anderen Schule zu arbeiten. Zu dem Zeitpunkt hatte ich gerade an meiner Stammschule das Klassenzimmer fertig eingeräumt und mich auf das neue Schuljahr vorbereitet.
    Da ich aber Herausforderungen liebe, habe ich damals Ja gesagt und es nicht bereut. Jetzt stehe ich wieder an einer ähnlichen Stelle: ich weiß, dass ich nächstes Schuljahr nicht mehr an meiner jetzigen Schule werde unterrichten können, da es zu wenige Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf gibt. Ich packe also meine Sachen und verabschiede mich langsam, weiß aber noch nicht wo es hingeht … Wie Jule schon schreibt, es macht flexibel und es haut einen so schnell nichts mehr um. Es hat den Vorteil (so habe ich es erlebt), dass das neue Kollegium “mitleidet” und sehr geduldig mit mir in den ersten Wochen umgegangen ist. Auch von Vorteil: Ich zerbreche mir in den Sommerferien nicht tagelang den Kopf, wie ich mit welchem Thema einsteige – ich weiß ja weder Klasse, noch Fach, noch Förderbedarf. Das mach die Ferien in gewisser Weise auch entspannter.

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