Vorbereitung auf das Schuljahr als Fachlehrer

Die vergangenen Wochen waren aufregend für mich, ich starte nach den Ferien wieder im Schuldienst nach 1,5-jähriger Elternzeit. Zum Glück darf ich wieder an meine alte Schule zurück, was mich sehr freut. Nun war im Gespräch gewesen, dass ich die erste Klasse einschule, was ich auch wirklich gerne getan hätte. Letztlich ist es dann aber am Umfang des Deputats gescheitert und ich werde nun “nur” als Fachlehrerin eingesetzt.

Wie ich mich jetzt als reiner Fachlehrer auf das Schuljahr vorbereite, möchte ich heute kurz auflisten. Wer weitere Tipps und Steps hat, immer her damit!

– Übersicht erstellen oder, falls schon vorhanden, Übersicht der zu unterrichtenden Fächer und Klassen bereitlegen;
– Lehrpläne (in BW heißen sie Bildungspläne) der Fächer lesen (auch wenn ich die Fächer in den Klassenstufen schon öfter unterrichtet habe, mache ich das jedes Jahr aufs Neue), wichtiges markieren (mir fallen bei jedem Lesen immer wieder Sachen auf, bei denen ich denke, “stimmt, das sollte ich noch mehr umsetzen” o.ä.);
– Themenfelder und ggf Kompetenzen rausschreiben, später in eine sinnvolle Reihenfolge bringen (Stoffverteilungs-/Kompetenzverteilungspläne erstelle ich erst vor den Herbstferien);
– Lehrwerke und Lehrermaterial zu den Fächern organisieren (idealerweise von der Schule);
– im privaten Fundus nachsehen, was für die Fächer und Klassenstufen vorhanden ist;
– Materialien für die ersten zwei Schulwochen raussuchen;
– Absprache mit KlassenlehrerInnen (welche Klassenregeln habt ihr? Worauf muss ich generell achten? Gibt es Besonderheiten bei bestimmten SchülerInnen? kann ich mich bei der Abfolge der Themen an den Fächern des Klassenlehrers orientieren/ gibt es Überschneidungen? / Möglichkeiten für fächerübergreifendes Lernen? usw.);
– welche Regeln möchte ich in meinen Fächern verfolgen, welche Rituale möchte ich einsetzen?
– Fundus an Kennenlernspielen, Bewegungsspielen und -liedern immer griffbereit haben;
– in Corona-Zeiten: Hygieneplan lesen;
– Übersicht über Unterrichts- und Pausenzeiten beschaffen;
– Material organisieren, das ich immer brauche, wie den Schuljahresplaner, Magnete, Stifte, Ordner, Tasche, Spielkarten, Klangschale usw.;
– Termine abfragen, erste Dienstbesprechung, Elternabende usw.

Das Fachlehrerdasein hat seine Vor- und Nachteile. Eigentlich bevorzuge ich das Klassenlehrerdasein um Einiges, denn in meiner eigenen Klasse fühle ich mich im Allgemeinen einfach am Wohlsten. Dort kann ich schalten und walten, wie ich es möchte ;-) dort bestimme ich, wie der Klassenraum aussieht, was ich wo lagere, was ich wie organisiere usw. usw. Das Klassenlehrerdasein bringt aber auch viiiiiel mehr Arbeit mit sich – Elternarbeit, Orga, Noten und Zeugnisse, Gespräche usw. Als FachlehrerIn hat man in den einzelnen Klassen oftmals einen schwereren Stand und muss sich ggf ziemlich behaupten. Dafür kann man es – je nach Fach natürlich – etwas entspannter angehen lassen (zumindest wenn man viele Nebenfächer unterrichtet). Wie bei allem im Leben, ein Für und Wider. Frisch aus der Elternzeit heraus ist das Fachlehrerdasein wahrscheinlich gar nicht verkehrt, um erstmal etwas langsamer wieder reinzukommen. Es wird definitiv eine große Umstellung werden, und Kinderbetreuung und Haushalt müssen gut organisiert sein. Ich freue mich auf die Herausforderung! Es wird Zeit. Zeit, um wieder mit Kindern zu arbeiten, sie zu fordern und zu fördern, ihnen an der Seite zu stehen, zuzuhören, sie zu motivieren, ihnen ein gutes Vorbild zu sein.

Auf ein gutes neues Schuljahr!

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