Wenn der Plan nicht aufgeht…

Auch nach 6 Jahren im Beruf passiert es noch, und es wird mit Sicherheit immer wieder mal passieren: 

Ich hatte mir für eine Stunde in der ersten Klasse etwas ganz tolles ausgedacht, habe lange geplant und viel Mühe und Zeit investiert! Ich freute mich richtig auf die Stunde, sie war mir wichtig. 

Und dann komme ich in eine unruhige Klasse und kann nur mit Mühe den Fokus auf das lenken, was ich geplant hatte. Im Laufe der Stunde muss ich immer wieder ermahnen, abbrechen, Pause machen, Stille herstellen. Das schlaucht und macht mich gleichzeitig auch so unglaublich wütend – und auch enttäuscht – dass ich das, was ich in mühevoller Kleinstarbeit vorbereitet habe, nicht so durchführen kann, wie ich es mir vorgestellt hatte. Aber da mir nur noch diese eine Stunde heute dafür blieb, konnte ich nicht abbrechen und verschieben. Also Augen zu und durch – durch eine Stunde, die so ganz anders kam, als ich es mir gewünscht hatte.

Ich denke, solche Stunden und Momente kennt jeder Lehrer. Und man wird sie immer wieder erleben, da die Schüler eben keine Marionetten sind, die jeden Tag gleich funktionieren, im Gegenteil. Sie bringen jeden Tag neue Gedanken und Gefühle und Stimmungen ins Klassenzimmer hinein, die die Unterrichtssituation immer wieder neu verändern. 

Mir bleibt nur, ihnen das nicht übel zu nehmen, das Ganze abzuhaken und beim nächsten Mal mit der gleichen Freude nochmal an die Stundenplanung zu gehen! 

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1 Antwort

  1. Frau Locke sagt:

    Liebe Diana,
    die Situation kenne ich. Vielleicht ist einfach nur ein schlechter Tag und die Zwerge sind einfach nicht bei der Sache und offen für neue Inhalte oder schöne Dinge. Manchmal merke ich das rechtzeitig und fahre das Pensum oder den Anspruch dann spontan runter und gebe “nur” eine einfachere, stupide Aufgabe und hole es nach und manchmal geht genau das einfach nicht.
    Aber, wie du geschrieben hast, man sollte es einfach als schlechten Tag abspeichern und sich nicht entmutigen lassen. Die Kinder haben dann einfach etwas anderes gebraucht und es eingefordert. Ist ja eigentlich auch ok so.
    Liebe Grüße,
    Nicole

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